Drohnen nutzen innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik

Um EU-Agrarsubventionen zu verwalten und zu überwachen, gibt es ein zentrales Instrument: das Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS). Es dient dazu, landwirtschaftliche Flächen präzise zu erfassen und sicherzustellen, dass Fördermittel korrekt eingesetzt werden. In den Fokus rücken unbemannte Luftfahrzeuge - umgangssprachlich Drohnen genannt. Das Zentrale Kompetenzzentrum Flächenmonitoring der FüAk berät hierzu alle Bundesländer und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Aktualisiert am: 09.01.2026
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Drohne über einem Feld, das bewässert wird© eurocontrol.int
Das Zentrale Kompetenzzentrum Flächenmonitoring der FüAk
  • berät zum Einsatz von Drohnen innerhalb des InVeKoS im Bereich der Kontrollen 
  • koordiniert den Austausch über Einsatzmöglichkeiten von Drohnen zwischen Bundesländern, anderen EU-Staaten und der Europäischen Kommission.

Drohnen bieten im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erhebliche Vorteile. Durch hochauflösende Fernerkundungsdaten können landwirtschaftliche Flächen detailgenau überwacht und Abweichungen wesentlich schneller erkannt werden als mit herkömmlichen Methoden. So ermöglichen sie eine effizientere und präzisere Kontrolle von Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Drohnen als Ergänzung zum Area Monitoring System (AMS)

Das Area Monitoring System (AMS) nutzt Satelliten- und Geodaten zur Überprüfung landwirtschaftlicher Aktivitäten. Drohnen können in dem Bereich ergänzen: Ihre Flexibilität, hohe Bildqualität und schnelle Einsatzfähigkeit machen sie zu einem effektiven Werkzeug sowohl für Verwaltungen als auch für Landwirtinnen und Landwirte.

Drohnen entwickeln sich rasant

Auch als Resultat militärischer Nutzung hat sich die Weiterentwicklung der Drohnen bzw. unbemannten Luftfahrzeuge (AUS für Unmannes Aircraft System) in den vergangenen Jahren beschleunigt:

  • Komponenten werden günstiger, 
  • Technik schreitet voran, 
  • Automatisierung schreitet voran. 

So können Drohnen mittlerweile autonom vorprogrammierte Ziele anfliegen.

Rechtliche Rahmenbedingungen für den Drohneneinsatz - Luftfahrt-Bundesamt externer Link
Unterschiedliche Arten von Drohnen und Zubehör © Shafiee et al 2021

Sensoren der Drohne

Der Einsatz der Drohnen hängt von deren Sensoren ab.

Drohnen mit multispektralen Sensoren
  • erfassen schnell große landwirtschaftliche Flächen und können mit der Unterstützung von KI potenzielle Pflanzenart oder Probleme wie Schädlingsbefall, Krankheiten, Nährstoffmangel und Unkrautwuchs erkennen. 
  • können im Bereich des Precision Farmings Dünger, Pestizide oder Herbizide präzise auftragen. 
  • können zur Überwachung von Nutztieren z. B. zur Zählung aber auch zur Krankheitserkennung eingesetzt werden.
Drohnen mit LiDAR- oder Fotogrammmetrie-Systemen

Drohnen mit LiDAR- oder Fotogrammmetrie-Systemen können detaillierte topografische Karten des Geländes erstellen. Damit lassen sich Feldgrenzen präzise kartieren und Flächennutzung oder Be-/Entwässerungsmanagement planen.

Drohnen mit einem Mix von Sensoren

Nach einer Naturkatastrophe können Drohnen mit einem Mix von Sensoren eingesetzt werden, um das Ausmaß der Schäden an Nutzpflanzen und Forstbereichen schnell und einfach zu erfassen und so Informationen für die Reaktions- und Wiederaufbaumaßnahmen zu liefern.

Drohnen mit Sensoren für Wetter- und Umweltdaten

Drohnen können weiterhin mit Sensoren ausgestattet werden, um Wetter- und Umweltdaten zu erfassen. Diese Informationen sind wertvoll für Landwirtinnen und Landwirte, um das lokale Mikroklima zu verstehen und fundierte Entscheidungen über die Bewirtschaftung von Nutzpflanzen zu treffen.

Fazit

Die fortschreitende Entwicklung von Drohnentechnologien wird die Landwirtschaft der Zukunft entscheidend prägen, indem sie

  • präzisere Entscheidungen ermöglicht, 
  • Umweltauflagen und Kontrollen leichter erfüllbar macht.

Dadurch trägt sie zu einer nachhaltigeren, effizienteren und wirtschaftlich stabileren Produktion bei.