Eine Welt ohne Hunger

Landwirtschaftsdirektor Thomas Mirsch mit der afrikanischen Besuchergruppe

Westafrikanische Landwirtschaftsberater besuchten die FüAk

Bäuerliche Familienbetriebe und ihre Vermarktungsstrategien gelten in Afrika als Vorbilder. Deshalb sind derzeit 20 Berater der „Grünen Innovationszentren“ über das deutsche Entwicklungshilfeministerium BMZ auf einer zweiwöchigen Studienreise unterwegs. Erste Station der Berater war die staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) in Landshut. Das Gruppenbild zeigt die afrikanische Besuchergruppe mit dem Landwirtschaftsdirektor der FüAk Thomas Mirsch vor dem Gebäude der Führungsakademie in Landshut.
Zweiwöchige Studienreise
Ziel der laufenden zweiwöchigen Studienreise der afrikanischen Berater ist es, einen Überblick über das bayerische Bildungs- und Beratungssystem zu bekommen. Der Aufbau von „Grünen Innovationszentren“ in Afrika ist der zentrale Ansatzpunkt der Sonderinitiative "Eine Welt ohne Hunger" des BMZ. Ein wichtiges Ziel der Initiative ist es, für Kleinbauernfamilien tragfähige Markt-Perspektiven zu entwickeln. Um hierfür Anregungen zu erhalten, bot sich der Besuch in Bayern mit seinem Leitbild des bäuerlichen Familienbetriebes an.
Aus- und Weiterbildung in Bayern kennen gelernt
Erste Station der französischsprachigen Gruppe aus Westafrika war die Staatliche Führungsakademie für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (FüAk) in Landshut. Die 20 Berater und Projektmitarbeiter aus Kamerun, Mali, Burkina Faso und Togo interessierten sich für die duale berufliche Ausbildung in der Landwirtschaft und für die Aus- und Weiterbildungsprogramme der Land- und Hauswirtschaftsberater in Bayern, die Landwirtschaftsdirektor Thomas Mirsch von der FüAk vorstellte.
Landwirtschaftsdirektor Thomas Mirsch stellte die FüAk vor
Er betonte besonders die methodische Qualifizierung in der Beratung, die Voraussetzung und Grundlage für erfolgreiche Innovationsarbeit ist. Es folgte eine rege Diskussion mit vielen Fragen, die das große Interesse an diesen Qualifikationen aufzeigte. Auch Wertschöpfung und Wertschätzung der selbst erzeugten Lebensmittel sowie die politischen Rahmenbedingungen waren Themen im Forum.
Biobetrieb und Agrarbildungszentrum besucht
Ein Besuch auf dem Biobetrieb Grosserhof der Familie Grosser in Ergolding diente dazu, Lebensmittelerzeugung von höchster Qualität und Wege der Direktvermarktung in der Praxis zu erleben. Weitere Station war das Agrarbildungszentrum Schönbrunn mit Schwerpunkt Landmaschinenschule.
Austausch in Beraternetzwerken
Neben den beeindruckenden großen Maschinen begeisterte vor allem die Darstellung der überbetrieblichen Ausbildung. Pablo Asensio, Berater am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, diskutierte mit der Gruppe aus Afrika die Vorteile des Austausches in Beraternetzwerken.