Cross Compliance (CC)
Rückgang bei Verstößen im Grünen Bereich

Prüfdienst misst mit GPS die beantragten Flächen nach

Messkontrolle

Im Jahr 2015 kontrollierten die Abteilungen Prüfdienst an den sechs Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) in Bayern rund 1 000 Betriebe auf die Einhaltung der Cross Compliance-Vorgaben. Es zeigte sich gegenüber 2014 ein Rückgang bei den Verstößen über alle Bereiche hinweg. Grundsätzlich führten aber auch wieder 2015 fehlende Unterlagen zu Beanstandungen.

Im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2015 fielen im "Grünen Bereich" die Klärschlammrichtlinie und die Anwendung phosphathaltiger Düngemittel (ApD) aus den CC-Vorgaben heraus. Diese beiden Bereiche spielten im Hinblick auf Verstöße bei den systematischen Kontrollen nur eine untergeordnete Rolle.
Regelungen zum Pflanzenschutz
55 der bayernweit ca. 1 000 kontrollierten Betrieben haben gegen die Regelungen zum Pflanzenschutz verstoßen (gut 5 Prozent). Über 90 Prozent der Verstöße sind dabei auf fehlerhafte bzw. nicht vorhandene Aufzeichnungen zur PSM-Anwendung zurückzuführen.
Regelungen der Nitratrichtlinie
Bei 154 Betrieben (15 Prozent) stellten die Kontrolleure insgesamt 255 Verstöße gegen die Nitratrichtlinie fest. Betrachtet man die einzelnen Vorgaben, so beruht die Hälfte der Verstöße auf einer nicht ordnungsgemäß geführten oder nicht vorhandenen Dokumentation. Der Nährstoffvergleich fehlte bei 62 Betrieben bzw. war in sechs Betrieben unvollständig. Die Untersuchungsergebnisse Nmin bzw. die Richtwerte für die Stickstoffdüngung in den angebauten Kulturen lagen in 51 Betrieben nicht vor. In weiteren 12 fehlten die Untersuchungsergebnisse bzw. Richtwerte für N in den eingesetzten organischen Düngemitteln (Gelbes Heft oder CC-Broschüre). Des Weiteren entspricht die Festmistlagerstätte in einigen Betrieben nicht den Anforderungen.
Prüfung der GLÖZ-Standards
Der Wegfall der Grundwasserrichtlinie führte ab dem Kontrolljahr 2014 zur Integration des Grundwasserschutzes in die GLÖZ-Standards (Erhaltung der Flächen im guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand). Bei den GLÖZ-Standards sind die Verstöße breit gefächert, jedoch in überschaubarer Anzahl. Bei einer genaueren Betrachtung zeigt sich jedoch, gegen die Vorgaben des GLÖZ 3 – Schutz des Grundwassers gegen Verschmutzung, mit 14 Verstößen (Festmistlagerung 7, Handhabung gefährlicher Stoffe 3, Silagelagerung 2, nicht sachgerechte Abfüllung 2), am häufigsten verstoßen wurde.
Sonstige Prüfungen
Darüber hinaus führten die Abteilungen Prüfdienst im Jahr 2015 noch die systematischen Kontrollen bei den Rechtsakten Vogelschutz (6 Verstöße), Flora-Fauna-Habitat (0) und zum Erhalt des Dauergrünlands (3) durch. Die Verstöße gegen diese Vorgaben sind seit jeher auf einem niedrigen Stand.
55 Betriebe mit 59 Verstößen im Pflanzenschutz

Pflanzenschutz

154 Betriebe mit 255 Verstößen im Bereich Nitrat

Nitrat

34 Betriebe mit 36 Verstößen im Bereich GLÖZ

GLÖZ

Aufgabenverteilung grüner und weißer Bereich

Aufgabenverteilung

Ansprechpartner
Christian Geiger
Leitstelle Prüfdienst
E-Mail: sg-f5@fueak.bayern.de

FüAk-News Ausgabe 3/2016 - weitere Themen

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