Rückblick auf den Tag der offenen Behördentür
Heimatstrategie – ein Erfolg für Regen

Die Mitarbeiter der Außenstelle in Regen vor dem Gebäude mit Ingeborg Bauer

Alle Fotos: Georg Bauer

Wie wohl sich die bereits 17 von geplanten 30 Mitarbeitern in der neuen Außenstelle der Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) in Regen fühlen und welche positiven Auswirkungen die Behördenverlagerung im Rahmen der Heimatstrategie der bayerischen Staatsregierung für den ländlichen Raum hat, davon konnten sich die Besucher beim bayernweiten Tag der offenen Behördentür am 3. März 2018 persönlich ein Bild machen.

Im März 2018 öffnete zum bayernweiten Tag der offenen Behördentür die Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) die neu geschaffene Außenstelle in Regen in der ehemaligen Standortverwaltung für die Bevölkerung.
Am Tag der offenen Behördentür zeigten die Mitarbeiter mit Plakatausstellungen, Besichtigungen der Büros, Demonstration der Aufgaben und Arbeitsweise sowie Gesprächen mit Beschäftigten, wie die Behörde arbeitet. Nicht Arbeitskräfte, sondern Arbeitsplätze würden verlagert, betonte Staatsminister Helmut Brunner. Die Heimatstrategie sei für Regen ein voller Erfolg, meinte FüAk-Präsidentin Ingeborg Bauer und auch Landrätin Rita Röhrl sowie Bürgermeisterin Ilse Oswald waren voll des Lobes für die schnelle und gekonnte Umsetzung.
Dass die Stadt Regen von der Behördenverlagerung proftieren könne, sei ein Gewinn, so Oswald. Im Rahmen der Heimatstrategie, die 2015 als Ziel gesetzt wurde, sollen Behörden aus Ballungsräumen in ländliche Regionen verlagert werden. Die Staatsregierung hat allen betroffenen Behörden zehn Jahre Zeit für die Umsetzung zugestanden. In Regen startete die FüAk im Jahr 2016 mit fünf Beschäftigten, Anfang 2018 liegt der Personalstand bereits bei 17. Es handelt sich um hoch qualifizierte Arbeitsplätze, überwiegend für Agraringenieure, Juristen und Diplom-Verwaltungswirte.
Drei Jahre nach dem Start sind bereits mehr als die Hälfte der Beschäftigten der Abteilung in Regen. FüAk-Präsidentin Ingeborg Bauer prognostizierte, dass im kommenden Jahr bereits 23 der 30 Beschäftigten in Regen arbeiten werden. Die Behördenverlagerung gebe auch einen Schub für das geplante Grüne Zentrum. Nach dessen Fertigstellung wird die FüAk in das neue Grüne Zentrum im Stadtzentrum von Regen umziehen.
Berthold Krottenthaler, Leiter der Regener Außenstelle, stellte die Abteilung Förderung vor und informierte die Besucher über den Stand der Verlagerung und die technischen Möglichkeiten, die die Mitarbeiter vor Ort nutzen können. Die Digitalisierung schreite gut voran, auf Papier wird weitgehend verzichtet, die elektronische Akte kommt bereits zum Einsatz. Auch Videokonferenzen mit den Kollegen in Landshut verlaufen problemlos, wie eine Vorführung zeigte. Bis Ende April ist geplant, im Obergeschoss des Gebäudes weitere Arbeitsplätze einzurichten, so Krottenthaler. Das Interesse der Bevölkerung am Tag der offenen Behördentür war sehr hoch, auch die Vorträge sowie die Vorstellung der Planungen zum Grünen Zentrum waren gut besucht.