Digitaler zentraler Zugriff auf historische Bilddaten

Klaus Rothenbücher an seinem Schreibtisch

Die Vermessungsverwaltung plant historische Bilddaten digital und zentral zur Verfügung zu stellen. Diese innovative Neuerung in der Landwirtschaftsverwaltung hatte Landwirtschaftsinspektor Klaus Rothenbücher durch einen Verbesserungsvorschlag mit angestoßen.

Luftbilder, sogenannte Digitale Orthophotos (DOP), werden in der Landwirtschaftsverwaltung für die Antragstellung, Förderung und Kontrollen eingesetzt. Bisher verwaltete jedes Amt insbesondere seine historischen DOP selbst. Ein zentraler regionsübergreifender Zugriff auf die digitalen Daten wie Luftbilder oder Übersichtskarten auch über Jahrzehnte zurück, war nicht möglich.
Den Ämtern stehen im geografischen Informationssystem zur Flächenverwaltung (LaFIS) über den WMS-Dienst der Vermessungsverwaltung zentral aktuelle Luftbilddaten zur Verfügung. Klaus Rothenbücher schlägt nun vor, dass im Zuge des weiteren Übergangs von LaFIS zu iBALIS historische DOP der einzelnen Jahre auch über den WMS-Dienst zur Verfügung stehen sollen. Google Earth bietet bereits eine solche Funktion, in der die historischen Bilder eingeblendet werden können. „Dies ist eine gute und wichtige Idee, die, wenn sie umgesetzt wird, viel Zeit spart“, meint Rainer Schmachtenberger, Leitstelle Prüfdienst, an der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Der Innovationsvorschlag von Klaus Rothenbücher geht allerdings noch deutlich weiter. Um Punktinformationen direkt am Feld abrufen zu können, sollten Daten aus iBALIS den Landwirten und den Mitarbeitern vor Ort über eine Handy-App inklusive Standortanzeige zur Verfügung gestellt werden. Diese Punktinformationen sollten je nach Anwender alle förderrelevanten Inhalte auflisten (z. B. Auflage der Agrarumweltmaßnahmen, Greeningauflagen, Vorgaben des Cross Compliance).
In naher Zukunft könnten dann auch die Prüfer vor Ort auf die Daten zugreifen und die Kontrollergebnisse dokumentieren. Eine iBALIS -APP oder eine Umprogrammierung von iBALIS für die Ansicht im Smartphone und zusätzlich ein Button für "Standort" als Navigation wären hilfreich. Ob diese Wünsche alle restlos umgesetzt werden können und bis wann, steht allerdings noch nicht fest, da es sich um einen hohen Programmieraufwand handelt.