Jahresbilanz 2017
In bewährter und neuer Weise gemeinsam viele Ziele erreicht

Porträtfoto Ingeborg Bauer

Präsidentin Ingeborg Bauer

Schauen wir zurück auf das vergangene Jahr, dann stellen wir fest: Das Spektrum unserer Aufgaben ist noch breiter geworden, die Aufgabenfülle hat erneut zugenommen. Die große Nachfrage nach Unterstützung, sowohl von Seiten des Ministeriums, als auch der Ämter und Fachschulen, bestätigt die besondere Rolle der FüAk als zentrale Bildungs- und bedeutende Dienstleistungseinrichtung für eine leistungsstarke Ressortverwaltung.

Dass uns die Arbeit gelungen ist, trotz mehrerer Standorte, häufigem Personalwechsel und begrenzter Ressourcen, ist ein Verdienst aller Kolleginnen und Kollegen. Dankbar können wir auch für das konstruktive Miteinander innerhalb unserer gesamten Verwaltung sein!

In einem Umfang von 16.000 Teilnehmertagen wurden Aus- und Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt.

3.000 Anfragen zu flächen- und tierbezogenen Förderprogrammen hat die FüAk bearbeitet.

400 Behördennetzanschlüsse mussten auf eine BSI-zertifizierte Verschlüsselungshardware umgestellt werden.

Neben den großen europaweiten Ausschreibungen fand eine Beteiligung bei 250 sonstigen Ausschreibungen statt.

Vorherige Nächste
Neben dem operativen Alltagsgeschäft und den Routinen waren langfristig angelegte Herausforderungen zu bewältigen. Wir sind mit der Behördenverlagerung der Abteilung Förderung nach Regen schon sehr weit, mit dem Aufbau der Zentralen Vergabestelle in Münchberg haben wir begonnen und hinsichtlich Marktredwitz bereiten wir die Übernahme der Aufgaben des künftigen Kompetenzzentrums Förderung von der LfL zu Beginn des Jahres 2019 vor.
Auch hier ziehen alle Beteiligten erfolgsorientiert und professionell an einem Strang, wenngleich die Veränderungen für den einen oder anderen schmerzhaft sind. Für die FüAk ist es das größte Kompliment wenn – wie geschehen – ein Abteilungsleiter L1 eines Amtes mitteilt, dass man dort den Verlagerungsprozess gar nicht spürt.
"Zusammenhalt stärken - leistungsstark bleiben!" bleibt auch 2018 das Jahresmotto.
In Zeiten der Digitalisierungsoffensive der Staatsregierung gehört dieses Thema zwingend zu einem Jahresrückblick. Neben den Pflichtaufgaben in der IuK-Betreuung und der Einführung und Anwendung von eGovernment-Verfahren sehen wir uns als Vorreiter bei der Entwicklung von Umsetzungsstrategien. Ein Beispiel: Die Festlegung dessen, was jeder können muss, also Mindeststandards und die Schritte dahin in "10x10-Aktionen", haben wir im vergangenen Jahr erstmals ausprobiert und dann im FüAk-Newsletter zur Nachahmung mitgeteilt. Mit der Einrichtung eines Sachgebietes eGovernment wollen wir künftig auch organisatorisch auf die digitalen Herausforderungen vorbereitet sein.
Ihre Ingeborg Bauer, Präsidentin

Das Jahr 2017 an der FüAk

Aus Landshut, Bayern, Tatarstan und Paraguay besuchten 2017 Gäste aus Politik, Bildung und Landwirtschaft die FüAk.
Oberbürgermeister Alexander Putz und FüAk-Präsidentin Ingeborg Bauer

Neuer OB informiert sich

Mehrere Personen sitzen um Besprechungstisch

Fachgespräch mit BBV

Lenar Shagivaliev mit FüAk-Präsidentin Ingeborg Bauer

Tatarstan vorgestellt

Zuhörer im Veranstalatungssaal

Führungsgespräch

Personen und Projekte

Berthold Krottenthaler - neuer Leiter der Abteilung Förderung

Porträtbild Berthold Krottenthaler
Aufgabe an der FüAk: Abteilungsleiter Föderung an der Außenstelle Regen
Bisherige Aufgabe: Abteilung L1 Förderung am AELF Straubing
Das zeichnet ihn aus: Berthold Krottenthaler war bisher am AELF Straubing, zuletzt als Abteilungsleiter in der Abteilung L1 Förderung, beschäftigt, davor arbeitete er auch im Bereich der Investitions- und Strukturförderung. Ein Tätigkeitsschwerpunkt war zudem der betriebswirtschaftliche Unterricht an der Landwirtschaftsschule sowie die Ausbildung der Referendare der QE4.

Helmut Ramesberger - neuer Personaler für die Ämter

Porträtbild Helmut Ramesberger

Helmut Ramesberger

Aufgabe an der FüAk: Leitung Sachgebiet A1 Personal
Bisherige Aufgabe: Referat A6 Fachangelegenheiten des Personals der Landwirtschaftsverwaltung des StMELF
Das zeichnet ihn aus: Mit dem Wechsel von Helmut Ramesberger an die FüAk wird auch die Stellenbewirtschaftung für die QE3 auf die FüAk übertragen. Auf Arbeitsebene sind die Schnittstellen im Detail noch mit dem StMELF zu definieren.

Silvia Unterreithmeier - Wechsel zur Kontrollbehörde

Porträtbild Silvia Unterreithmeier

Silvia Unterreithmeier

Aufgabe an der FüAk: Leitung Sachgebiet A1 Personal
Neue Aufgabe: Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (Geschäftsbereich des StMUV)
Das zeichnet sie aus: Nach einem Jahr an der FüAk übernahm Silvia Unterreithmeier 2009 als jüngste Sachgebietsleiterin mit A1 – Personal das größte Sachgebiet. Zu ihren Aufgabengebieten gehörte insbesondere die Personalsachbearbeitung an den Ämtern sowie der uns angegliederten Fachschulen. Durch ihr großes Engagement, ihre Leistungsbereitschaft und ihre offene Art vertrat sie zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die FüAk in allen Belangen der Personalverwaltung kompetent und verlässlich.

Günther Meingassner - leitet Förderung in Traunstein

Porträtbild Günther Meingassner

Günther Meingassner

Aufgabe an der FüAk: Leitung Sachgebiet IuK2 Webdienste
Neue Aufgabe: Leitung Abteilung L1 Förderung am AELF Traunstein
Das zeichnet ihn aus: 16 Jahre leitete Günther Meingassner das Sachgebiet mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung und -gestaltung. Bei den Internetauftritten der Ämter war er für die technische Umsetzung verantwortlich. Das Mitarbeiterportal (MAP) hat er mitkonzipiert und technisch realisiert. Dabei gelang es ihm, die Bereiche Landwirtschaft, Forst und Ländliche Entwicklung in einem System zu integrieren. Parallel entwickelte er mit seinem Sachgebiet Lösungen, die zu Arbeitserleichterungen und zur Verbesserung der Datenqualität beitrugen.

Marius Benner - Bereichsleiter in Rosenheim

Porträtbild Marius Benner

Marius Benner

Aufgabe an der FüAk: Dozent, Sachgebietsleiter B4 - Außerfachliche Fortbildung
Neue Aufgabe: Bereichsleitung Forst am AELF Rosenheim
Das zeichnet ihn aus: Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Führung und zur Waldpädagogik waren Marius Benners Schwerpunkte. Sein Ruf als Waldpädagoge reichte bis ins Bundesentwicklungsministerium, in dessen Auftrag er mehrmals nach China reiste. Gefragt waren auch seine Kompetenzen als Moderator, Coach und Klärungshelfer. Seine Fähigkeit, für die jeweilige Situation, für das Erlebte die richtigen Worte zu finden, schätzten seine Seminarteilnehmer und Kunden.

Projekt: Qualitätsmanagement-System überarbeitet

Das QM-System ist nun an die Erfordernisse der ISO 9001:2015 angepasst. Obwohl Risikomanagement und Lieferantenbewertung neu in das QM-System aufgenommen werden mussten, wurde insgesamt der Umfang der erforderlichen Unterlagen und Dokumente deutlich reduziert. Als Führungsinstrument wird das QM bei der Integration der Außenstellen eine gewichtige Rolle einnehmen und die Verbindlichkeit der darin enthaltenen Regeln an Gewicht gewinnen. Das neu gebildete Team QM wird 2018 damit beginnen, die produktiven Arbeitsbereiche mit Verfahrensanweisungen zu unterstützen bzw. die bereits vorhandenen zu aktualisieren. Dabei stellen die Anbindung unserer Außenstellen, die Digitalisierung und neue Arbeitsformen Herausforderungen dar, die mit dem Qualitätsmanagement strukturiert und gezielt angegangen werden können.

Abteilung Information und Kommunikationstechnik (IuK)

Zwei Personen sprechen am Messestand zur IT-Ausbildung der FüAkZoombild vorhanden

Der FüAk-Messestand zur IT-Ausbildung

Fachkräfte auf neuem Weg gewinnen
Gute IT-Fachkräfte zu bekommen ist ein schwieriges Unterfangen. Deshalb hat die FüAk ihre Aktivitäten bei der Personalrekrutierung neu aufgestellt. Unter dem Titel "Mit IT Karriere im öffentlichen Dienst" hat sie Ende April 2017 mit einem Informationsstand an der Studentischen Karrierebörse der Hochschule Landshut in Schönbrunn teilgenommen und Studenten und Absolventen über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten an der Führungsakademie informiert. Das Angebot, sich auf der Website der FüAk zu registrieren, nutzten Interessenten rege. Auch bei der Hausmesse der EDV-Schule Plattling im Oktober war die FüAk präsent und stellte ihre Aufgaben sowie den Einsatz Geografischer Informationssysteme vor.
Schriftbild EDV-Service: Ersatzbeschaffung von 900 PCs, 200 Notebooks, 500 Monitoren.Zoombild vorhanden

EDV-Service in Zahlen

Sachgebiet IuK1: BayKom 2017
Im Jahr 2016 wurden die Telefonie- und Datendienste des Freistaats Bayern nach einer europaweiten Ausschreibung durch die Finanzverwaltung neu vergeben. Das Sachgebiet IuK1 steht den Ämtern und Fachschulen beratend zur Seite.
Für das Behördennetz erhöhte der Freistaat Anforderungen an die Sicherheit. Die Datenverbindungen müssen dem Standard "Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch" genügen. Bis Ende 2017 wurde die Umstellung der 400 Behördennetzanschlüsse auf eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Veschlüsselungshardware abgeschlossen.
Die gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit und die zusätzliche Verschlüsselungshardware führten dazu, dass die Kosten, insbesondere bei den Anschlüssen für die Forstreviere, deutlich gestiegen sind. Dies hatte zur Folge, dass für die Erhöhung der Leitungsgeschwindigkeiten kaum Gestaltungsmöglichkeiten blieben.
IuK2: Neuer Skin für das MAP
Das Intranet für die Mitarbeiter des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie aller nachgeordneten Behörden, genannt Mitarbeiterportal (MAP), hat im Juli 2017 einige optische und technische Anpassungen durch das Sachgebiet IuK2 erhalten. Täglich nutzen 3.600 Beschäftigte das Portal. Ihre Wünsche und Anregungen flossen in die Anpassungen des seit 2015 aktiven Tools ein. Beim Einsatz mobiler Geräte wie Tablets, Smartphones und Laptops ist eine endgerätespezifische Darstellung erforderlich, damit Lesbarkeit und Bedienung möglich sind. Die neue Technologie bietet nun eine automatisch komprimierte Darstellung, ein sogenanntes "responsive Design". Das Behörden-Intranet, die Favoriten und der Verlauf lassen sich ausklappen. Bei noch kleineren Bildschirmen, wie z. B. Smartphones, werden in der persönlichen Navigation die Beschriftungen durch kompakte Symbole ersetzt. Den Nutzern stehen praktische Videoanleitungen
für Anwendungsbeispiele zur Verfügung.
Sachgebiet IuK3: Arbeitsschwerpunkt Gewässerschutz unterstützt
Zum Schwerpunktthema Gewässerschutz erstellte das Sachgebiet IuK3 für 23 Ämter insgesamt 52 Faltblätter, in denen jeweils ein Demonstrationsbetrieb vorgestellt wird. Auch für die Internetauftritte der Ämter gab es einen zentralen Seitenentwurf, den die Ämter nutzen konnten, um ihre Demobetriebe vorzustellen.
Sachgebiet IuK4: Produktivsetzung Datenweitergabe
Das Sachgebiet IuK4 stellte im Sommer den Landwirten eine modernisierte und im iBALIS integrierte Version des Software-Moduls Datenweitergabe zur Verfügung. Dieses ermöglicht ihnen, sich ihre Antragsdaten – inklusive Lageinformation – vom zentralen iBALIS-Server herunterzuladen, in ein Programm ihrer Wahl zu importieren und dort weiter zu verarbeiten. Landwirte können selbst ihre Zustimmungen einpflegen und entscheiden, an wen sie Daten weitergeben wollen. Wer entsprechend berechtigt ist, erhält die Daten in gleicher Weise wie der Landwirt.

Abteilung Angelegenheiten der Verwaltung

Sachgebiet A1: ORH-Prüfungen und Stellenbesetzungen
Das Sachgebiet A1 Personalangelegenheiten der Ämter hat 2017 neben dem Tagesgeschäft 546 Beurteilungen (QE4) überprüft, fünf Stellen für verschiedene QE ausgeschrieben, die Bewerber ausgewählt und einen Verteilungsschlüssel für die Leistungsprämien für Tarifkräfte erarbeitet. Bei manchen Ausschreibungen wurden bis zu 100 Bewerbungen eingereicht. Darüber hinaus wurde das Sachgebiet A1 vom Obersten Rechnungshof (ORH) im Zusammenhang mit Prüfungen zur Verfahrenssicherheit der Personalverwaltung im Bereich des StMELF, dem Einsatz von Saisonarbeitskräften für den Fördervollzug in der Landwirtschaftsverwaltung zur Personalbesetzung an den "Grünen Zentren", befragt. Die Prüfungen des ORH sind noch nicht abgeschlossen.
Sachgebiet A2: Kennzahlen und Haushalt
Nach einer Evaluierung des auf Kennzahlen gestützten Controllings für die Forstbereiche an den ÄELF wurde das Verfahren vom Sachgebiet A2 Haushalt/KLR sowohl systemtechnisch als auch mit neuen Kennzahlen angepasst. Umgesetzt werden die daraus folgenden Änderungen im Berichtswesen mit Spezialisten des Landesamtes für Finanzen. Die Haushalte der Ämter und der FüAk mussten zu Beginn des Jahres aufgrund gekürzter Zuweisungen mit knappen Mitteln wirtschaften. Die Lücken konnten nach Mittelaufstockungen durch das StMELF im Oktober ausgeglichen werden. Das Landesamt für Finanzen betreibt seit 1. Juli 2017 ein Pilotvorhaben zum Betrieb eines landesweit tätigen Reiseservice Bayern (RSB). Die FüAk nimmt seit 1. Januar 2018 daran teil. Sollte der Test positiv ausfallen, wird entschieden, ob und wann der gesamte Geschäftsbereich den RSB nutzt.
Zentrale Vergabestelle in Münchberg
Das im Vorjahr begonnene Projekt "Zentrale Vergabestelle" (ZVSt) wurde im Juli mit der Präsentation der Ergebnisse und der anschließenden Billigung durch den Lenkungsausschuss abgeschlossen. Seit 1. März 2017 sind bereits drei Personen in Münchberg tätig. In den nächsten zwei Jahren werden sie um weitere sechs bis acht Personen verstärkt. Bis zur Bezugsfertigkeit des neuen Grünen Zentrums Ende 2019 ist die ZVSt in provisorisch hergerichteten Räumen im AELF Münchberg untergebracht.
2017 wurden Rahmenvereinbarungen für Toner, Aktenvernichter, Scanner, persönliche Schutzausrüstung, Multifunktionskopierpapier und forstliches Verbrauchsmaterial abgeschlossen. Europaweite Ausschreibungen fanden für 45 Dienstwägen, Öko-Strom für die Behörden des Geschäftsbereichs, GNSS Messgeräte (GNSS steht für Globales Navigationssatellitensystem) statt. In Vorbereitung befinden sich Ausschreibungen für die Büromöbelausstattung zweier ÄELF, von GNSS Empfängern für die Ämter für Ländliche Entwicklung und für sechs geländegängige Spezialfahrzeuge. Parallel dazu wurden mehr als 250 sonstige Dienstleistungen (z. B. Elektroarbeiten) und Waren (z. B. Notebooks) für die FüAk, das StMELF und die ÄELF beschafft. Bei allen Aktivitäten waren Neuerungen im Vergaberecht und neue Nachhaltigkeitskriterien, wie dem EU-Ecolabel, zu beachten.
Sachgebiet A4: Rechtliche Sicherheit geschaffen
Die Tätigkeit des Sachgebiets A4 Rechtsangelegenheiten der Ämter reicht von der rechtlichen Unterstützung im Einzelfall bis zur Vermittlung grundlegender Rechtskenntnisse (z. B. Fragen zum Personalrecht, zum Schadensersatz, zum Versicherungsschutz oder zur Beteiligungsmöglichkeit des Staates an einem privaten Unternehmen). Mit dem StMELF wird eng in allgemeinen rechtlichen Fragen der Förderung zusammengearbeitet. Besonders herausragend waren arbeitsgerichtliche Verfahren im Zusammenhang mit befristeten Arbeitsverhältnissen (z. B. Saisontätigkeit im Prüfdienst) und auf großes Interesse stoßen Veröffentlichungen im FüAk-Newsletter zu rechtlichen Vorgaben bei der Gestaltung des Impressums oder dem Umgang mit Sponsoring.
Sachgebiet A5: Pilotphase eAkte abgeschlossen
Neben dem reibungslosen Geschäftsbetrieb im Haus und den vielen hausinternen Umzügen wegen der ab 1. Februar 2018 geltenden Umorganisation war für das Sachgebiet A5 Innere Dienste besonders die Umstellung der Registratur auf die eAkte und die Anwendung des neuen Fachwissens um den Aktenplan und das Programm eGovSuite herausfordernd. Das Team eAkte (eACC) hat die Pilotphase mit zweite Tranche wurde mit weiteren sieben Ämtern gestartet. Für den leichteren Umgang gibt es Kurzanleitungen im MAP. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die personelle Verstärkung des Teams. Nun stehen den Ämtern ausreichend kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Abteilung Bildung

Nachwuchs-Ausbildung hat höchste Priorität
Die Zahl der Beschäftigten, die in den nächsten Jahren ausscheiden, wächst. Der Personalabbau wird 2019 abgeschlossen. Wollen die Verwaltungen auf hohem Niveau leistungsfähig bleiben, ist die Ausbildung junger Kräfte entscheidend. Die Einstellungszahlen steigen deshalb kontinuierlich an (siehe Abbildung). Umfangreiche Teile der Ausbildungsinhalte obliegen der FüAk. Im Jahr 2017 flossen rund 50 Prozent der Arbeitszeit und der finanziellen Mittel der Abteilung Bildung in den Bereich Ausbildung, Tendenz steigend.
Die zwangsläufige Folge bei begrenzten Mitteln ist, dass in den Bereichen fachliche und außerfachliche Fortbildungen konsequent Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Dennoch fanden alle wichtigen Fortbildungen zur Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung statt. Noch mehr Inhouse-Seminare ermöglichten den Teilnehmern Fortbildungserlebnisse nah am Arbeitsplatz.
Anzahl der Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung
Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung
Einstellungsjahrgang 2015 2016 2017
Landwirtschaft
4. QE 24 25 28
Aufsteiger in 4. QE 3 8 8
Fachlehreranwärter 6 8
3. QE 17 20 20
Aufsteiger in 3. QE 13 14
2. QE 15 14 19
Forst
4. QE 28 24 27
3. QE 60 60 60
Ländliche Entwicklung
4. QE 22 11 20
3. QE 13 14
Förderseminare zu neuen Regelungen
In der fachlichen Fortbildung lag das Hauptaugenmerk auf den Förderseminaren, denn die hier geltenden Vorschriften und Regeln unterliegen einer intensiven Dynamik. Es sind deshalb ständig Anpassungsfortbildungen für die Kolleginnen/Kollegen an den Ämtern erforderlich. Das gilt auch für alle anderen Fachthemen Landwirtschaft/Ernährung/ Hauswirtschaft: Tierwohl, Sachkunde Pflanzenschutz, Umsetzung EU-Wasserrahmenrichtlinie, Biodiversität, Wildlebensraumberatung, Energiewende,
Gemeinschaftsverpflegung und Einkommenskombinationen sind Themen, die unsere Kolleginnen/ Kollegen an den Ämtern immer mehr fordern.
Lehrerfortbildung
Ein weiterer Schwerpunkt war die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen. Mit 18 Seminaren wurde ihnen so viel Fortbildung wie noch nie angeboten. Immer größere Akzeptanz genießt das sogenannte Lehrerportal. Dort stellen Lehrer ihre Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Die Landesanstalten liefern ihre neuesten Erkenntnisse. Nach modernen mediendidaktischen Grundsätzen aufbereitet, erhalten die Lehrerinnen und Lehrer aktuelle Materialien für ihren Unterricht. Dies spart Zeit und fördert die Qualität.
Bildungsportal unterstützt Fortbildung
Große Resonanz erfährt auch das von der Abteilung B betreute Bildungsportal. Seit dem Start im September 2015 wurden circa 7.000 Angebote eingestellt. Fast 70.000 Personen buchten die Veranstaltungen.
Fortbildungsreihen zu aktuellen Themen
In der außerfachlichen Fortbildung lag der Schwerpunkt bei den PEP-Reihen. Circa 60 OE/ PE-Aufträge arbeiteten wir im Jahr 2017 ab. Die Dozentinnen und Dozenten moderierten 18 Veranstaltungen.

Darunter waren Highlights wie:

  • Strategietagung Eschentriebsterben,
  • Strategietagung TFZ Straubing,
  • Betriebsausführung Kommunalwälder Unterfranken,
  • Workshops "Ausrichtung der Wissenschaftssäule und des Standorts Freising" des KErn.
In 15 Coachings bzw. Konfliktklärungen konnten Erleichterungen und Lösungen für schwierige berufliche Situationen gefunden werden. Dozentinnen und Dozenten arbeiteten bei mehreren Verwaltungsprojekten mit, z. B. "Fortschreibung und Aktualisierung des Personalentwicklungskonzeptes für die LW-Verwaltung", "Wissenstransfer", "LfL-Ruhstorf".
Online-Lern-Plattform
E-Learning-Angebote werden auch in unseren Verwaltungen zunehmend genutzt. Die verpflichtende Fortbildung zur IT-Sicherheit lief auf der Lernplattform BayLern. Die Betreuung dieses Lernprogramms mit rund 7.000 Teilnehmern sowie die weiteren Inhalte der Plattform erfolgt durch die Abteilung B als Kopfstelle für das gesamte Ressort.
Teilnehmertage und Kosten
Während des Jahres wurde die FüAk vom StMELF beauftragt, über das Jahresbildungsprogramm 2017 hinaus circa 75 weitere Fortbildungen im Kostenumfang von circa 65.000 Euro durchzuführen. 40 Seminare mit geplanten Kosten von circa 40.000 Euro wurden storniert. Insgesamt standen der Abteilung Bildung im Jahr 2017 etwa 690.000 Euro zur Verfügung.
Die Abteilung Bildung leistete circa 16.000 Teilnehmertage. Circa 3.000 Beschäftigte nutzten E-Learning-Programme auf www.baylern.de. Drei Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter erhielten im Jahr 2017 das Zertifikat für Erwachsenenpädagogik an der Hochschule für Philosophie München, ein Mitarbeiter wurde zum Dozenten ernannt.

Abteilung Förderung

eAkte unterstützt Verlagerungsprozess
Die eAkte ermöglicht einen reibungslosen Datenaustausch zwischen Landshut und Regen. Um die Vorteile nicht durch das Unterschreiben der Bescheide etc. wieder zu verlieren, werden die Bescheide mit "gezeichnet", d. h. ohne Originalunterschrift versandt.
Sachgebiet F2: Beratung im Bereich LEADER
Der Schwerpunkt der Beratungstätigkeit lag in der Beantwortung von fachlichen und rechtlichen Fragen per Telefon (Hotline) und per E-Mail (leader@fueak.bayern.de), im Wesentlichen zu den Bereichen Antragstellung und Bewilligung, Prüfung der Zahlungsanträge, Vergaberecht sowie bei der Abwicklung von Rückforderungen. Das Sachgebiet F2 versteht sich als Dienstleister für alle Fragen der Fachzentren, die Priorität liegt auf kompetent und zeitnah. Die interne Zielvereinbarung, Fragen im Durchschnitt innerhalb von fünf Arbeitstagen zu erledigen, wurde erreicht. Aktuell liegt der Wert bei unter drei Tagen. Rechtliche Aspekte werden in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet F1 geklärt. Fragen von grundsätzlicher Bedeutung werden in Abstimmung mit dem Staatsministerium beantwortet.
Technische Hilfe (ELER)
Im Berichtsjahr wurden von F2 fünf neue Förderanträge (StMELF: 4, StMUV: 1) mit einem Fördervolumen von rund 450.000 Euro geprüft und bewilligt. Seit 2017 sind Auszahlungen möglich. Es wurden Fördermittel in Höhe von 380.000 Euro ausgereicht.
Unterstützung der Ämter beim Fördervollzug 2017
F2 LEADER,
sonstige Förder-
maßnahmen
F3 Flächen-
und tierbezogene
Förderprogramme
F4 Einzel-
betriebliche
Investitions-
förderung
F5 Leitstelle
Prüfdienst
2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017
Besprechungen/
Jour fixe
3 5 8 4 8 6 6 7
Auswertungen 9 9 7 6 6 5 11 13
Schulungen 2 2 2 0 1 8 9 9
Fachaufsichtsprüfungen 9 9 27 19 4 4 27 33
Beratung E-Mail/Telefon 394 630 3.500 3.000 1.200 2.150 530 416
Sachgebiet F3: Unterstützung der ÄELF war Schwerpunkt
Die Beantwortung von circa 3.000 Anfragen der Ämter zu flächen- und tierbezogenen Förderprogrammen beanspruchte zwei Drittel der Arbeitskapazität des SG F3. Gleichwohl wurden im EU-Haushaltsjahr 2016/2017 insgesamt 17 Fachaufsichtsprüfungen durchgeführt. F3 unterstützte das StMELF erneut bei der sehr zeitaufwendigen Aktualisierung verschiedener Lose-Blatt-Sammlungen (LBS) und beim Rückforderungsmanagement der Zahlstelle.
Sachgebiet F4: Neue Richtlinien für EIF und BaySL
Das Jahr 2017 prägten die Veröffentlichung der neuen Richtlinien für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung (EIF), das Bayerische Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL) und die überaus große Ziehung von Prüffällen durch die Bescheinigende Stelle (BS). Die Richtlinien für das EIF und BaySL kamen erst im späten Frühjahr heraus. Dadurch ergaben sich kurzfristig erheblicher Nachfragebedarf beim Sachgebiet F4 und im Sommer eine massive Arbeitsspitze an den Fachzentren EIF durch die kurze Bearbeitungszeit bis zur Auswahlrunde.
Von der BS wurden 107 Prüffälle gezogen, es wurden 85 Nachfragen der BS durch das SG F4 koordiniert und beantwortet. Im Spätherbst konnte erstmals ein Fortbildungsseminar für alle Mitarbeiter an den Fachzentren EIF und des SG F4 durchgeführt werden. Ziel war es dabei, neben dem Kennenlernen der Beschäftigten rund um die EIF, die Inaugenscheinnahme (IAS) der EIF zwischen den Fachzentren EIF zu vereinheitlichen und die Unterschiede zur VOK des Prüfdienstes vorzustellen.
Datenaustausch vereinfacht
Die für die Flächenförderungen der ersten und zweiten Säule geplante Reduzierung der Kontrollquoten setzt voraus, dass vorab die Bescheinigende Stelle (BS) im deutlich erhöhten Umfang bereits durchgeführte Kontrollen nachvollzieht und die Ergebnisse vorgeschriebenen Qualitätsanforderungen entsprechen. So wurde im Jahr 2017 mit 120 Kontrollbetrieben gegenüber dem Vorjahr die doppelte Anzahl an Betrieben nachgeprüft. Eine zentrale Internet-Plattform entlastet beim umfangreichen Austausch der Kontrollunterlagen und vereinfacht den Prüfungsablauf. Externe Prüfbehörden, wie die BS, können online zugreifen.
Monitoring soll Vor-Ort-Kontrollen ersetzen
Der von der EU-Kommission geplante Umstieg weg von einer stichprobenartigen Kontrolle hin zu einer flächendeckenden Nutzungsbeobachtung setzt eine deutliche Weiterentwicklung aktueller Geoinformationssysteme (GIS) voraus. In einem Pilotvorhaben wurde daher eine externe Firma beauftragt eine Anwendung zur automatisierten Nutzungserkennung zu entwickeln und anhand zweier realer Kontrollzonen zu testen. Erste Ergebnisse zeigen die mögliche Umsetzbarkeit auf, bestätigen aber, dass die bisherigen sehr hohen Qualitätsanforderungen der Europäischen Kommission mit diesem neuen System so nicht erfüllt werden können.