Jahresbilanz 2019 - FüAktiv
In unruhigen Zeiten Stabilität vermitteln

Portrait Ingeborg Bauer

Ingeborg Bauer

Vielleicht wird man später einmal auf 2019 zurückschauen als das Jahr, in dem die Gesellschaft die Landwirtschaft mit neuen Herausforderungen konfrontierte und die Politik zu einem Kurswechsel und zur Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik zwang.

Vom Dreiklang der Nachhaltigkeit – soziale, ökonomische und ökologische Aspekte in der Landbewirtschaftung zu berücksichtigen – waren oftmals nur noch die ökologischen Aspekte zu hören. Klimawandel und Forderungen der Gesellschaft nach einer umwelt- und tiergerechteren Wirtschaftsweise bestimmten die Debatten.
Die Landwirte reagierten mit Demonstrationen gegen Politik, Verbraucher und Verbände, nicht aber gegen die Verwaltung. Es gab keine "Beamtenschelte" und keine Kritik an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder an anderen Einrichtungen unserer Verwaltung. Die Landwirtschaftsverwaltung war und ist mit ihren kundenorientierten Dienstleistungen, ihrer Kompetenz in der Beratungs- und Bildungsarbeit und den breit angelegten Fördermaßnahmen ein verlässlicher Partner und Stabilitätsfaktor in unruhigen Zeiten.
Die Verwaltung als Dienstleister
Wir an der FüAk haben mit unserem Engagement wieder dazu beigetragen, dass die Landwirtschaftsverwaltung eine große Wertschätzung bei ihren Kunden erfährt. Qualifizierung durch Fortbildungsseminare, Ausstattung mit modernen technischen Arbeitsmitteln und die zentrale Erledigung von Aufgaben entlasten die Kolleginnen und Kollegen an den Ämtern, geben ihnen damit dringend benötigte Freiräume und die Kompetenz für die Arbeit und Kommunikation mit den Landwirten, Waldbesitzern und der übrigen Gesellschaft.
Intern hatten wir einige außerordentliche Vorhaben und Ereignisse zu bewältigen: die Eingliederung der neuen Abteilung K "Kompetenzzentrum Förderprogramme", den weiteren Aufbau der Zentralen Vergabestelle für den Geschäftsbereich, die breite Einführung der eAkte, die Schaffung eines eigenen Seminarbetriebs sowie die 60-Jahr-Feier, um nur einige zu nennen.
Dank engagierter Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Führungskräfte haben wir auch 2019 wieder vieles geschaffen. Wir haben an der Zukunftsfähigkeit unserer Verwaltung tatkräftig mitgewirkt und werden, bekräftigt durch die positiven Rückmeldungen unserer Kunden, diesen Weg weiter beschreiten.

Abteilung Zentrale Aufgaben

Vielfältige Aufgaben zielorientiert umsetzen

Die Abteilung Z ist Dienstleister für die gesamte FüAk. Die aus den verschiedenen Abteilungen der FüAk in der Abteilung Z organisierten Aufgabenbereiche tragen zu einer Bündelung der Serviceleistungen und zur Verbesserung der Arbeitserledigung bei.
Personalbewirtschaftung an der FüAk
Die Verlagerungsprozesse im Rahmen der Heimatstrategie führen im Sachgebiet (SG) Z2 "Personalangelegenheiten der FüAk" zu einer erheblichen Veränderung im Aufgabenspektrum. Neben der hohen Personalfluktuation, den Zwängen der Stellenbewirtschaftung und der allgemeinen Problematik befristeter Arbeitsverträge war 2019 besonders die Integration des Personals von über 50 Personen unserer neuen Abteilung K mit ihren Außenstellen in Marktredwitz und München eine große Herausforderung. Auch zeigt sich, dass es zunehmend schwieriger wird qualifiziertes Personal insbesondere im IT-Bereich und im nichttechnischen Verwaltungsdienst der QE3 zu gewinnen. Die FüAk setzt hier auch verstärkt auf die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte.
Beamtenanwärter im dualen Studiengang
Beamtenanwärter werden im dreijährigen dualen Studiengang Verwaltungsinformatik an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern (HföD) sowie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hof zu IT-Fachkräften ausgebildet. Berufspraxis in verschiedenen IT-Einsatzgebieten erwerben sie während der berufspraktischen Ausbildungsabschnitte an der FüAk. In 2019 haben vier Beamtenanwärter des nichttechnischen Verwaltungsdienstes der QE3 ihren Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen und unterstützen seither die Abteilungen F und K. Auch im Jahr 2020 wird die FüAk voraussichtlich wieder zwei neue Anwärter im nichttechnischen Verwaltungsdienst der QE3 ausbilden.
Beschaffungsstelle der FüAk in der eAkte
Mit dem Ziel der Zusammenführung und Bündelung aller dienstleistungsbezogenen Aufgaben an einer Stelle wurde das SG Z3 "Dienstleistungen" und die Beschaffungsstelle für die FüAk neu eingerichtet. Der Beschaffungsantrag wurde als Vorlage in der eAkte bereitgestellt und steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung. Die eAkte ermöglicht im Workflow die Einbindung aller erforderlichen Stellen und entspricht damit den Anforderungen an zeitgemäßes Verwaltungshandeln. Die Zusammenarbeit mit den Außenstellen wird dadurch qualitativ erheblich verbessert.
Semiro unterstützt die Bildungsarbeit
Für mehr als 15 000 Seminar-Teilnehmertage verwaltet das SG Z3 die Teilnehmerlisten, verschickt Programme und Einladungen und bereitet alle nötigen Unterlagen vor. Die Betreuung, fachliche Weiterentwicklung, Hotline sowie Anwenderschulungen für Semiro, dem Fachprogramm für Fortbildungen, übernimmt die FüAk zentral für das Ressort. Seit dem Jahr 2018 ist auch die Fachkraft für Arbeitssicherheit dem SG Z3 zugeordnet. Zuverlässigkeit, Kunden- und Service­orientierung stehen dabei an oberster Stelle.
FüAk erhält eigene Schulungsräume
Das Jahr 2019 war geprägt vom Umbau des Erdgeschosses und von der Implementierung eines Seminarbetriebs. Der Seminarbetrieb an der FüAk hat das Ziel, den Anwärterinnen und Anwärtern sowie den im Referendariat befindlichen Kolleginnen und Kollegen eine zentrale Ausbildungsstelle während ihrer Ausbildungszeit in Landshut zu bieten. Der Seminarbetrieb an der FüAk gewährleistet während der gesamten Ausbildung die Bewirtung und die Übernachtung in Zusammenarbeit mit dem Reiseservice Bayern.
Einführung der eAkte an den Ämtern abgeschlossen
Bei der Einführung und Anwendung der eAkte unterstützt das SG Z4 "eGovernment" das StMELF ebenso wie die Landesanstalten und die Ämter für Ländliche Entwicklung. Die Mitarbeiter des Sachgebietes führen hierzu Schulungen vor Ort nach einem festgelegten Schulungsplan durch. Hierbei werden die Ämter in allen Organisationseinheiten geschult. Der Amtsverwaltung kommt hierbei eine Schlüsselposition zu. Ziel für 2019 war es, alle Ämter in die eAkte einzuführen. Dadurch wird eine ressortweit einheitliche Aktenführung an den Ämtern sichergestellt.
Verteilung der Bediensteten an den FüAk-Standorten
Standortegesamt
Landshut154
Regen28
Münchberg10
München Menzingerstraße22
München Infanteriestraße 7
Marktredwitz33
Sonstige3
Bayernkarte mit den 47 Ämtern: eAkte-Rollout 2016, 2017, 2018 und 2019.

Stand Rollout eAkte Januar 2019

Bayernkarte mit den 47 Ämtern: der Großteil der Ämter ist bereits vollständig in der eAkte.

Aktueller Stand Rollout eAkte

Ansprechpartner
Bernhard Lautenschlager
Tel.: 0871 9522-4351
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Abteilung Information und Kommunikationstechnik

Transparent, effektiv und effizient

Stabdiagramm mit Vergleich der betreuten Geräte in 2018 und 2019Zoombild vorhanden

Anzahl betreute Geräte pro Jahr

Medienkonzepte
Von Juli 2018 bis Dezember 2019 wurden 25 Landwirtschaftsschulen in Bayern medientechnisch (Iuk1) und -pädagogisch (B1) beraten. Ziel war meist die Unterstützung bei der Erstellung von Medienkonzepten. Durch die Beratungen konnten schulspezifische Lösungen der Medientechnik entwickelt und zwischen den Schulen kommuniziert werden. Es sollte kein einmal entwickeltes Medienkonzept auf alle Schulen übertragen werden. Der Anteil an Digitalisierung war abhängig von der Akzeptanz des Lehrerkollegiums, so dass jede Investition sinnvoll und aktiv genutzt wird. Der Nutzen für die Lehrkräfte und Studierenden muss stets im Vordergrund stehen.
Neue Arbeitsmethoden
Die Rahmenbedingungen im digitalen Umfeld ändern sich rasant. Zugleich steigen die Anforderungen an die Abteilung durch zusätzliche Aufgaben, wie beispielsweise die Administration der mobilen Geräte, der Rollout der digitalen Telefonanlage und die verstärkte Nutzung des flexiblen Arbeitens einschließlich der damit verbundenen Bereitstellung der Technik für den verschlüsselten Zugang. Die Weiterentwicklung bestehender Angebote hin zu neuen Technologien, z. B. bei DiBe-Online und bei der Technik Internet und Intranet sind weitere Herausforderungen.
Eine rationale Arbeitserledigung bei gleichzeitiger Sicherstellung der bisher erbrachten Qualität ist nur durch den konsequenten Einsatz von Projektmanagementmethoden und -werkzeugen möglich. In einem Projekt mit den Sachgebietsleitern und den Stellvertretern haben wir erprobt, inwieweit Kanban für die tägliche Arbeit innerhalb einer Abteilung möglich ist, die Prozesse besser strukturiert und die Qualität erhöht. Ebenfalls haben wir in Teilbereichen ein Ticketsystem eingeführt. Zunächst für die interne Bearbeitung der Anfragen bei mobilen Geräten und zur Telefonanlage. Mit dem System ist nicht nur die Erfassung der Störungen möglich; es gibt ferner einen sehr guten Überblick über den Abarbeitungsgrad, die Übersicht, wer aktuell an der Lösung arbeitet und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Die bisherigen positiven Erfahrungen motivieren, Kanban und das Ticketsystems auf andere Bereiche auszuweiten.
Jahre der Biodiversität
Die Jahre 2019 und 2020 stehen in der Landwirtschaftsverwaltung im Zeichen der Biodiversität. Für durchdringende, nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit braucht es Kampagnen. Dafür hat IuK3 passende Medien für alle Ämter entwickelt: vom einheitlichen Rollup über Plakatserien für Veranstaltungen und Informationstafeln für Versuchsfelder bis hin zur Webseite, um auf regionale Aktionen aufmerksam zu machen. Auch "Schule und Beratung" griff den Schwerpunkt immer wieder auf und berichtete über gelungene Beispiele in ganz Bayern.
Digitale Abwicklung des Programms Erlebnis Bauernhof
Das Programm Erlebnis Bauernhof des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten will dazu beitragen, die Wertschätzung für Lebensmittel aus heimischer Erzeugung zu erhöhen und ein realistischeres Bild der nachhaltigen bäuerlichen Arbeit im Bewusstsein der Gesellschaft zu erzielen. Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der Landwirtschaftsverwaltung wurde zu Beginn des Schuljahrs 2019/2020 die Verwaltung der zu dem Programm Erlebnis Bauernhof zugelassenen Betriebe in iBALIS integriert. Zudem werden diese Daten nun automatisiert dem Webauftritt des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Verfügung gestellt. Die dort integrierte Suche nach Betrieben, die das Programm anbietet, greift daher immer auf neueste Daten zu. Zudem erhielten Landwirte die Möglichkeit, Besuchsbestätigungen online einzugeben. Dadurch entfällt für die Landwirte die Pflicht, Besuchsbestätigungen postalisch an das Kompetenzzentrum Förderprogramme zu senden. Für Sachbearbeiter entfällt die Aufgabe, diese Formulare ins System einzugeben. Der letzte Schritt war die Anbindung an das zentrale Auszahlungsprogramm des Ministeriums.

Mediengestaltung für die ÄELF

  • Faltblätter druckfertig
    • 109 Ernährung
    • 45 Landwirtschaft inklusive Gewässerschutz und Biodiversität
    • 28 Diversifizierung
    • 20 Einsemestriger Studiengang Hauswirtschaft
    • 3 Dreisemestriger Studiengang Landwirtschaft
  • 55 Plakate neu gestaltet
  • Plakate geplottet
    • 1 402 Landwirtschaft, Forsten
    • 145 Ernährung
  • Weitere Materialien wie Beachflags, Biertischhussen, Informationstafeln, Bleistift­bedruckung, Hand­zettel, Jahreskalender, Liege­stuhl, Lunchbox, Presse­mappen, Quizrad, Roll Ups, Samen­päckchen, Torwand

EDV-Service in Zahlen

104 Internetauftritte

795 227 Seitenaufrufe MAP Themenkatalog (2018)

839 124 Seitenaufrufe MAP Themenkatalog (2019)

11 083 Seitenaufrufe MAP Intranet FüAk (2018)

15 214 Seitenaufrufe MAP Intranet FüAk (2019)

ca. 160 Abwicklungen von Reparatur- und Garantiefällen

Ansprechpartner
Dr. Horst Neuhauser
Tel.: 0871 9522-4304
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Abteilung Verwaltungsangelegenheiten der Ämter

Mitwirkung beim Aufbau des Bereichs 6 an den Regierungen

Die Wiedereingliederung der Landwirtschaftsverwaltung an den Regierungen brachte für das SG A1 "Personalangelegenheiten der Ämter", aber auch für das SG A2 "Haushalt, Unterstützung Controlling" zusätzliche Arbeiten mit sich. So sorgte das SG A1 dafür, dass das Personal in seinem Zuständigkeitsbereich (bis Besoldungsgruppe A14) der bisherigen vier Fortbildungszentren (FBZ) relativ reibungslos zum 1. August 2019 an die Regierungen versetzt wurde. Dem SG A2 wurde die haushaltsfachliche Koordination der in die Sachgebiete 61 der Regierungen integrierten FBZ übertragen. SG A2 ist somit erster Ansprechpartner für Fragen der Regierungen zur Umsetzung des Haushaltes des Einzelplanes 08.
Weitere Unterstützung für das Referat A6 des StMELF
Die stärkere Einbindung in die Ausbildung bei allen drei Laufbahngruppen führte zu einer Aufgabenmehrung beim SG A1. Seit 2019 ist das SG A1 zusätzlich für die Sammlung, Sichtung und Vervollständigung der Einstellungsunterlagen bei der zweiten und dritten QE zuständig. Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der modularen Qualifizierungen (bei der zweiten QE 26 Personen, bei der dritten QE 4 Personen). SG A1 unterstützt das StMELF bei der Überprüfung, ob die Teilnehmer alle erforderlichen Module besucht haben.
Hohe Personalfluktuation
Die hohe Personalfluktuation im Bereich der Ämter bei den Projektkräften erforderte viele Ausschreibungen, Bewerbungen, Vorstellungsgespräche etc. So waren unter anderem für Wasser-, Dünge- und Wildlebensraumberater 12 Stellenausschreibungen für 89 Projektstellen und zahlreiche Vorstellungsgespräche erforderlich.
Mieten mit 3952670 € und Gebäudebewirtschaftung mit 5135649 € größte PostenZoombild vorhanden

Haushaltspositionen 2019

Fachaufsicht Haushalt
Im Bereich Haushalt übte die FüAk die Fachaufsicht über die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nach den Regelungen aus dem Jahr 2014 aus. Die Fachaufsicht beinhaltet im Wesentlichen die Bereiche Koordinierung, Unterstützung, Kontrolle und Prüfung des recht- und zweckmäßigen Verwaltungshandelns nach den jeweils gültigen Haushaltsgesetzen, der BayHO, den mitgeltenden Vorschriften und der Dienstanweisung zum IHV. In 2019 wurden insgesamt zwei ÄELF ohne wesentliche Feststellungen geprüft.
Infotage für neue Leiter der Amtsverwaltung
Infotage für neue Behördenleiter gehören bereits zum festen Angebot der Abteilung A. Im Jahr 2019 fanden erstmals auch zwei Infotage für die neuen Leiter der Amtsverwaltung statt. Dabei erhalten die Teilnehmer für sie wertvolle Informationen aus den Bereichen Personal, Haushalt und Recht, lernen ihre künftigen Ansprechpartner persönlich kennen und haben die Möglichkeit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.
Reiseservice Bayern übernimmt Reisemittelbestellung
Zum 1. Januar 2020 hat der Reiseservice Bayern als Teil des Landesamts für Finanzen die Aufgabe der Reisemittelbestellung für die Behörden, die bisher von der FüAk über einen Fremdanbieter mit Reisemitteln versorgt wurden (StMELF, ÄELF, Fach­agrarschulen, LWG, AWG und FüAk), übernommen.
Die Bestellung von Reisemitteln (Fahrkarten, Hotel, Flugtickets, Mietwagen) der Beschäftigten erfolgt nun nicht mehr über die FüAk, sondern ausschließlich durch den Reiseservice Bayern (RSB) mit der Funktion "Reisemittelbestellung" in BayRMS.

Ansprechpartner
Wolfgang Angermüller
Tel.: 0871 9522-4375
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Abteilung Bildung

Dauerhafter Erfolg durch ständige Änderung

Auf der Höhe der Zeit zu sein, ist angesichts der vielfältigen Veränderungsprozesse in unseren Verwaltungen besonders wichtig. Digitale Technologien sinnvoll nutzen, Biodiversität erhalten und fördern, tiergerechte Haltungsweisen verbessern, weitere Klimaerwärmung vermeiden, sauberes Grundwasser schützen, Strategien zum Erhalt einer leistungsfähigen Land- und Forstwirtschaft entwickeln sowie den ländlichen Raum lebenswert gestalten, gesunde Ernährung sichern – das waren zen­trale Themen im Bildungsgeschehen 2019.
Digitale Medien nutzbringend einsetzen
Viele land- und hauswirtschaftliche Schulen integrieren zunehmend digitale Medien in den Unterricht. 25 Schulen unterstützten wir bei der Erstellung eines Medienkonzeptes. Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer nahmen an Fortbildungsveranstaltungen zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht teil. Das Lehrerportal erfreut sich weiter zunehmender Beliebtheit, wie die ständig ansteigenden Zugriffszahlen zeigen: 145 000 Seitenaufrufe und über 1 000 Nutzer. Fachliche Aktualität und didaktisch modern aufbereitete Unterrichtsmaterialien helfen, attraktiven Unterricht anbieten zu können. Wiederum ca. 40 000 Buchungen für ca. 4 000 Fortbildungsangebote der Ämter wurden über das Bildungsportal bereitgestellt und verwaltet. Das zeigt, dass sich das Bildungsportal bei den "Bildungshungrigen" im ländlichen Raum gut etabliert hat.
Fachliche Fortbildungen greifen gesellschaftliche Forderungen auf
Biodiversität, Tierwohl, Umsetzung der Düngeverordnung in die Praxis, die Auswirkungen der neuen Anlagenverordnung sowie die Ernährungssicherstellung und -vorsorge waren wesentliche Inhalte der Fachfortbildungen und Fachunterstützungen. Im Bereich Förderung fanden 54 Seminare statt. Sehr dynamisch entwickelten sich die Themeninhalte in der Ernährungsbildung. Insbesondere in der Kita- und Schulverpflegung sowie bei Gesundheits- und Sozialeinrichtungen wurden neue Akzente gesetzt. Die Fachunterstützung im Netzwerk "Junge Eltern/Familien" obliegt künftig den Regierungen. Wir begleiten den Verlagerungsprozess dorthin.
Ausbildung: neue Anforderungen definiert
Im Jahr 2019 erließ das Staatsministerium eine neue Fachverordnung für den land- und hauswirtschaftlichen Verwaltungsdienst, um die Ausbildung aller Qualifizierungsebenen an zeitgemäße Anforderungen anzupassen. Bei der Erarbeitung und bei der Umsetzung war und ist die Abteilung Bildung beteiligt.
Neue Impulse für die Beratung
Gesellschaftliche Anforderungen und die Möglichkeiten der digitalen Technologien erfordern eine schnelle Fortentwicklung der Kompetenzen unserer Beraterinnen und Berater an den Ämtern. Mit Seminaren zur Innovationsberatung sowie Mitwirkung an dem EU-Projekt "i2connect" im Verbund mit der Internationalen Akademie ländlicher Beraterinnen und Berater (IALB) unterstützen wir diese notwendige Entwicklung.
Die Entwicklung der Teilnehmertage ist vor allem im Bereich Ausbildung stark angestiegenZoombild vorhanden

Entwicklung der Teilnehmertage

Personal- und Organisationsentwicklung bleiben stark nachgefragt
Die Nachfrage nach unseren PEP-Reihen stieg kontinuierlich an. Das zeitgemäße Thema "Führen auf Augenhöhe" fand sehr viel positive Resonanz. Die vielen Veränderungen im gesamten Ressort führten zu wachsenden Nachfragen, Workshops zu verschiedenen strategischen und organisationalen Themen zu moderieren. Die Dozentinnen und Dozenten planten und führten Veranstaltungen der Junglandwirte-Kommission durch, wirkten am Strategieworkshop der LfL mit, begleiteten die Umsetzung der Erkenntnisse aus der Psychischen Gefährdungsbeurteilung und vieles mehr.
Flexibles Arbeiten hat sich bewährt
Dozentinnen und Dozenten nutzen die Möglichkeit, an verschiedenen Orten zu arbeiten. Das hat sich mit Blick auf die Ergebnisse unserer Arbeit bewährt. Einerseits können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die beruflichen mit den familiären Belangen besser vereinbaren, andererseits hat sich die Erreichbarkeit während der Seminare und Dienstbesprechungen wesentlich verbessert.
Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung
Einstellungsjahrgang201720182019
Landwirtschaft   
4. QE283236
Aufsteiger in 4. QE8228
Fachlehreranwärter81011
Aufsteiger zu Fachlehreranwärter  6
3. QE203021
Aufsteiger in 3. QE14 22
Wechsel des fachl. Schwerpunktes von FLA in 3. QE  19
2. QE192117
Forst
   
4. QE272123
3. QE607373
Ländliche Entwicklung    
4. QE201718
3. QE141216
Entwicklung von Angebot und Nachfrage im Bildungsportal
 Ernährung Bildungs­programm LW Diversifizierung Gemeinschafts­- verpflegung Insgesamt 
 2018201920182019201820192018201920182019
Buchungen eines
Kursangebotes
24 16318 29210 80011 1953 3923 7985 5455 71643 10839 001
Veranstaltungs­angebot ÄELF
insgesamt
3 0043 2733413671581262462273 7493 993

Ansprechpartner
Josef Wein
Tel.: 0871 9522-4352
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Abteilung Förderung – Fachaufsicht und Recht

Neuer Name und neue Organisation

Zum 1. Januar 2019 wurde die Abteilung umbenannt. Die Bezeichnung lautet jetzt Ab­teilung "Förderung – Fachaufsicht und Recht". Aus dem SG F1 "Förderrechtsangelegenheiten" wurde "Förderrecht der Ämter". Damit werden die wichtigsten Aufgaben im Namen genannt. Zum 16. Oktober 2019 fand eine Zusammenlegung der Sachgebiete F2 und F4 zum neuen SG F4 "Investive und sonstige Förderprogramme" statt. Die Investitionsförderung ist damit in einem Sachgebiet gebündelt. Aus dem SG F5 wurde das SG F2 "Leitstelle Prüfdienst". Die Behördenverlagerung ist weit fortgeschritten. 28 von geplanten 30 Beschäftigten sind mittlerweile in Regen tätig. Davon leben 61 Prozent im Landkreis Regen, der Rest in den Nachbarlandkreisen. Die Zielsetzung der Heimatstrategie geht voll auf.
Ein Sachgebiet nimmt Fahrt auf
Durch die Behördenverlagerung schied das Personal des SG F1 "Förderrecht der Ämter" komplett aus. Der Neuaufbau verlief auch im Jahre 2019 kontinuierlich. Drei neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden gewonnen, die letzte noch freie Stelle wird voraussichtlich im Jahre 2020 besetzt. Trotz intensivem Einarbeitungsbedarf wurden durch das große Engagement der neuen Mannschaft wesentlich mehr Widersprüche abgearbeitet als im Jahr zuvor. Die Erledigungszahlen stiegen bereits 2018 um 30 auf 250 Fälle, 2019 wurde nochmals auf 390 erledigte Widersprüche zugelegt. Die Erfolge bei den Verwaltungsstreitsachen belegen die Kompetenz des Teams. Es waren aus Sicht der Landwirte lediglich 8 Prozent aller Verfahren erfolgreich. Der Wert gehört zu den niedrigsten überhaupt im Jahresvergleich.
Drohnen zur Entlastung des Prüfdienstes
Die Mitarbeiter des Prüfdienstes sollen in schwierigen Geländesituationen von Drohnen unterstützt werden. Um den Einsatz in der Praxis zu erleben und die Tauglichkeit einschätzen zu können, hat die Leitstelle Prüfdienst den Besuch einer Vertretung des bayerischen Prüfdienstes in Schleswig-Holstein organisiert. Der dortige Prüfdienst setzt seit 2018 Drohnen zur Flächenkontrolle ein. Um auch den Einsatz im bayerischen Kontrollgebiet zu testen, erfolgte im Spätherbst ein Gegenbesuch. Die beiden Praxiseinsätze haben überzeugt, so dass in einem ersten Schritt zwei Drohnen für den Einsatz beim bayerischen Prüfdienst angeschafft werden sollen.
Unterstützung der ÄELF steht bei Fachaufsichtsprüfungen im Vordergrund
Im Kalenderjahr 2019 erfolgten 26 Fachaufsichtsprüfungen durch das SG F3 "Flächen- und tierbezogene Fördermaßnahmen". Es wurde damit wieder ein zweijähriger Prüfturnus erreicht. Dies ist gerade deshalb sehr bedeutsam, als dass bei diesen Prüfungen die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen der Ämter sowohl bei der Sachbearbeitung als auch der internen Qualitätssicherung im Vordergrund steht. Den zeitlich größten Anteil der F3-Arbeitskapazität hat aber auch 2019 die Beratung mit 58 Prozent beansprucht. Neben der Beantwortung von 1 525 Anfragen der Ämter per E-Mail wurde als Beratungsinstrument auch das Mitarbeiterportal mit vielen stets aktuellen F3-Hinweisen bei Abrechnungen und bei der Antragstellung der Agrarumweltmaßnahmen genutzt.
Neues Sachgebiet F4 ab dem EU-Haushaltsjahr 2019/2020
Das neue SG F4 "Investive und sonstige Förderprogramme" mit insgesamt sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Sachgebietsleiterin des bisherigen SG F2 nahm am 16. Oktober die Arbeit auf. Ein Mitarbeiter wird 2020 noch dazustoßen. Neben der Fachaufsicht über vier Fachzentren 3.12 Einzelbetriebliche Investitionsförderung ist nun auch die Fachaufsicht über neun Fachzentren 3.11 Diversifizierung und Strukturentwicklung, die für die LEADER-Förderung verantwortlich sind, auszuüben. Zudem ist das neue Sachgebiet unter anderem Bewilligungsstelle für die Europäische Innovationspartnerschaft und die Technische Hilfe.
Portrait Georg Schäffler
Ruhestand Georg Schäffler
Georg Schäffler hat die FüAk zum 30. September 2019 verlassen und den wohlverdienten Ruhestand angetreten. Mit der Verwaltungsreform im Jahr 2005 kam Georg Schäffler an die Führungsakademie als Mitarbeiter im damaligen SG F4 "Einzelbetrieb­liche Investitionsförderung". Seit 2016 war er Leiter dieses Sachgebietes. Georg Schäffler war immer gelassen und sehr geduldig. Bei seinen Kolleginnen und Kollegen galt er als äußerst kompetent und hilfsbereit. Wir danken Georg Schäffler für die an der Führungsakademie geleistete Arbeit. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute, vor allem Glück und Gesundheit!
Unterstützung der Ämter beim Fördervollzug 2019
Sachgebiet HandlungsfelderF2 Leitstelle PrüfdienstF3 Flächen- und tierbezogene FörderprogrammeF4 Investive und sonstige Förder­programme
Besprechung/Jour fixe17348
Auswertungen15716
Schulungen1024
Fachaufsichtsprüfungen342613
Beratung E-Mail2301 504805

Ansprechpartner
Berthold Krottenthaler
Tel.: 0871 9522-4120
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Abteilung Kompetenzzentrum Förderprogramme

Abteilung K jetzt ein Jahr an der FüAk

Gruppenbild der Münchner MitarbeiterZoombild vorhanden

Münchner Mitarbeiter

Behördenverlagerung bringt Zuwachs
Seit 1. Januar 2019 ist die bisher bei der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) angesiedelte Abteilung Förderwesen und Fachrecht (AFR) Teil der FüAk. Im Rahmen der Heimatstrategie der Bayerischen Staatsregierung wurde sie als Abteilung K "Kompetenzzentrum Förderprogramme" in die FüAk integriert. Schon im Herbst 2016 startete eine Aufbaueinheit mit zehn Mitarbeitern in Marktredwitz. Aktuell arbeiten 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt auf zwei Bürogebäude in Marktredwitz und in München. Manche ersparen sich durch den neuen Standort weite Anfahrtstrecken und Staus, andere nutzen die modernen Kommunikationstechniken wie Video-Konferenzen und Telearbeit, um die Entfernungen der Standorte zu überbrücken.
Vom Asiatischen Laubbockkäfer bis zur Weinbauförderung
Die Abwicklung spezieller Fördermaßnahmen im Ressort zählt zu den Aufgaben der Abteilung K. Zielgruppen sind in erster Linie Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft und ihre Zusammenschlüsse, Selbsthilfeeinrichtungen und berufsständische Organisationen. Angesprochen werden jedoch auch schulische Einrichtungen, Imker und Verbraucher. Die Aufgaben reichen von der Antragstellung bis zur Auszahlung der Förderung und der Begleitung von nachfolgenden Prüforganen, wie Bayerischer und Europäischer Rechnungshof. Für die juristische Abwicklung von Widersprüchen und Klagen ist ein eigenes Sachgebiet zuständig.
Aufbau der Abteilung K – Organigramm
Die Abteilung K ist in vier Sachgebiete gegliedert. Leiter der Abteilung ist Reinhold Kräckl, sein Vertreter in Marktredwitz ist Uwe Jönsson und am Standort München Monika Reimann.
Die Fördermaßnahmen sind sehr breitgefächert: Von A wie Asiatischer Laubbockkäfer über B wie Bayerische Programme und E wie Erlebnis Bauernhof bis W wie Weinbauförderung reicht das Förderportfolio.
Fördersummen in Höhe von circa 78 Mio. Euro ausbezahlt
Insgesamt wurden 4 867 Förderanträge bearbeitet. Die Aus­zahlungssumme von 78 Mio. Euro zeigt die enorme Bedeutung der Abteilung K für ganz Bayern.
Den größten Anteil an der Auszahlungssumme hat das SG K4 "Bayerische Förderprogramm". mit 36,7 Mio. Euro, wovon der größte Teil auf die insti­tut­ionelle Förderung der Verbundpartner entfiel. Im SG K2 "Strukturförderung" mit insgesamt 29,6 Mio. Euro entfielen allein auf die Förderung der Marktstrukturförderung 24 Mio. Euro zur Förderung der Verarbeitung im nachgelagerten Lebensmittelverarbeitungsbereich. Im SG K3 "Produktbeihilfen" mit insgesamt 13,46 Mio. Euro waren der größte Auszahlungsteil das Europäische Schulprogramm mit 12,6 Mio. Euro. Aber auch die Förderung der Bienenhaltung mit neun verschiedenen Fördermaßnahmen wird in diesem Sachgebiet abgewickelt.
Gruppenfoto mit Rollup FüAkZoombild vorhanden

Mitarbeiter Marktredwitz

Das große Ziel: Ein gemeinsamer Standort
Damit die Abteilung K trotz mehrerer Standorte ihren vielfältigen Aufgaben weiter in hoher Qualität nachkommen kann, muss der Verlagerungsprozess umsichtig gestaltet werden. Am Ende steht das Ziel eines einzigen, gemeinsamen Standortes in Marktredwitz.

Struktur der Abteilung K

  • Sachgebiet K1 Förderrecht Kompetenzzentrum: RR Alexander Hellauer
  • Sachgebiet K2 Strukturförderung: LOR Johanna Egerer, LOR Arnold Gropp
  • Sachgebiet K3 Produktbeihilfen: LD Monika Reimann
  • Sachgebiet K4 Bayerische Förderprogramme: RD Uwe Jönsson

Ansprechpartner
Reinhold Kräckl
Tel.: 0871 9522-4610
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Stabsstelle ZVSt

Die ZVSt: Dienstleister für alle Behörden

51 Vergabeverfahren bearbeitet
Mit den im Herbst 2018 eingestellten Kolleginnen und Kollegen verfügte die ZVSt erstmals von Beginn des Jahres an über eine "schlagkräftige" Truppe, die in 2019 insgesamt 34 EU-Verfahren sowie 17 nationale Verfahren bearbeitet hat. Von den EU-Verfahren sind 21 abgeschlossen, 13 Verfahren befinden sich in unterschiedlichen Bearbeitungsphasen. Weiterhin sind elf nationale Verfahren abgeschlossen und sechs Verfahren in verschiedenen Bearbeitungsphasen. Auf die Aufzählung aller Einzelprojekte wird verzichtet; zum Teil mussten Verfahren auch aufgehoben und anschließend erneut ausgeschrieben werden. Beispielhaft finden Sie in untenstehender Darstellung einige Projekte.
Steuerungselemente nutzen
Ein wichtiges Anliegen bei allen Ausschreibungen ist es, den Aspekt der Ökonomie mit dem der Ökologie möglichst in Einklang zu bringen und auch soziale Gesichtspunkte zu berücksichtigen. So wurden z. B. bestimmte Vorgaben zu den einzusetzenden Reinigungsmitteln gemacht, ebenso hinsichtlich der Eigenschaften bei vielen Büroartikeln. Bei den Fahrzeugen wurden die Emissionen gewertet, bei Kleidung darauf geachtet, dass hier keine Kinderarbeit bei der Herstellung oder Bearbeitung im Spiel ist. Bedingung für die Teilnahme an der Ausschreibung "Ökostrom" war, dass die angebotene Energie ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammt.
Digitalisierung auch in der Beschaffung
In 2019 wurde auch die Anwendung "eBeschaffung" im Ressort ausgerollt; damit haben die Kolleginnen und Kollegen der Beschaffungsstellen die Möglichkeit, mit nur einem Login auf alle von der ZVSt abgeschlossenen Rahmenvereinbarungen (RV) zuzugreifen und entsprechende Bestellungen zu tätigen. Mit der Einführung der eBeschaffung im Geschäftsbereich nimmt die ZVSt und damit die FüAk eine Vorreiterrolle im Freistaat Bayern ein. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Steuern als dem Bayernadministrator dieser Anwendung werden sukzessive weitere Anwendungsmöglichkeiten und Funktionalitäten erarbeitet und umgesetzt. Bis 15. November 2019 wurden insgesamt rund 1 200 Einzelabrufe (Bestellungen) durch die 67 Beschaffungsstellen im Ressort an 216 Lieferadressen von maximal 466 bestellberechtigten Personen ausgelöst.
Beratung und Dienstleistung für alle Behörden im Ressort
Neben den operativen Aufgaben in der Durchführung von Vergabeverfahren wurden auch einige vergaberechtliche Stellungnahmen erarbeitet sowie weitere juristische Beratungsleistungen für die Bedarfsträger erbracht. Die ZVSt hat in 2019 Dienstleistungen für die ÄELF, die ÄLE, das StMELF, das TFZ, die LfL und einigen ihrer Teilbeschaffungsstellen, die LWG, die FAK Triesdorf, das KErn zur Verfügung gestellt und damit nahezu den gesamten Geschäftsbereich unterstützt.

Ausblick

Für das Jahr 2020 stehen unter anderem

  • Schulungen zum Vergaberecht,
  • Einweisungen in die Anwendungen und
  • Verbesserungen bei den im MAP bereitgestellten Informationen auf der Agenda.

Beschaffungsanfragen verschiedener Bedarfs­träger liegen ebenfalls bereits vor, unter anderem

  • die Ausschreibung Relaunch der Internet­auftritte der Behörden im Geschäftsbereich,
  • die Erstellung einer ressortweiten Forschungsdatenbank,
  • Umsetzung des bisher erstellten E-Govern- ­­­­ment-Konzepts im Geschäftsbereich,
  • weiterhin Rahmenvereinbarungen hinsichtlich der sicherheitstechnischen Überprüfung von elektrischen Anlagen (als Ergänzung zu den bereits bestehenden RV elektrische Betriebsmittel),
  • Multifunktionspapier,
  • eine Werbeagentur (für das NAWAREUM am TFZ) und weiteres.
Insgesamt betrachtet kann die ZVSt auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Für 2020 ist neben den vorgenannten Projekten als "Highlight" wohl auch der geplante Einzug in die Räume des derzeit neu entstehenden Grünen Zentrums Münchberg (Bauherr ist der Landkreis Hof) einzuschätzen, der voraussichtlich im 2. Halbjahr erfolgen soll.

Beispiele abgeschlossener Ausschreibungen

Mehrere Reinigungsausschreibungen sowohl EU-weit wie auch national

Fahrzeuge für ÄELF, davon erstmals auch zwei rein elektrisch angetriebene SUV

Ökostrom (Rahmenvereinbarung)

Geräte mit globalem Navigationssatellitensystem für die ÄLE

Wach- und Schließdienstleistung mit Pförtner- und Empfangsdienst

Hygienepapier (Rahmenvereinbarung)

Persönliche Schutzausrüstung (Rahmenvereinbarung)

Ansprechpartner
Karl Fischer
Tel.: 0871 9522-4810
E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de

Personalnachrichten aus der FüAk

Angelika Spitzer verlässt die FüAk

Angelika Spitzer verließ die FüAk zum 31. März 2019 und wurde an die Regierung der Oberpfalz versetzt. Sie war seit 1. Juli 2005 bei uns an der Führungsakademie für die "Öffentlichkeitsarbeit" tätig. Im Jahr 2008 wurde sie mit der Leitung dieses Sachgebietes und mit der Schriftleitung von "Schule und Beratung" betraut. Neben der Neugestaltung von "Schule und Beratung" hat sie den öffentlichkeitswirksamen Auftritt der Ämter durch ein einheitliches Corporate Design für deren Printprodukte entwickelt und ein Dienstleistungsangebot aufgebaut und etabliert. Mit der Neugestaltung der Internetauftritte hat das Sachgebiet als neue Aufgabe die Zentralredaktion der Ämter übernommen. Die Arbeitsweise des Sachgebietes wurde in einem Bericht des Bayerischen Obersten Rechnungshofes mehrfach als beispielhaft für andere Behörden des Ressorts empfohlen. Wir danken Angelika Spitzer für die an der Führungsakademie geleistete Arbeit. Für die Zukunft wünschen wir ihr alles Gute!

Barbara Dietl neue Sachgebietsleiterin IuK3

Zum 1. August 2019 übernahm Hauswirtschaftsdirektorin Barbara Dietl die Leitung des Sachgebiets IuK3 "Öffentlichkeitsarbeit". Zuvor leitete sie das SG B3 "Fachunterstützung, fachliche Fortbildung Ernährung, Haushaltsleistungen" in der Abteilung Bildung der FüAk. Zeitgleich wurde ihr die Schriftleitung für die Zeitschrift "Schule und Beratung" durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übertragen. Die zunehmende Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit in unserer Verwaltung bedingt eine stärkere Unterstützung und Schulung der Kolleginnen und Kollegen an den Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Hier kann Barbara Dietl auf eine 13-jährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung zurückgreifen. Vor ihrer Zeit an der FüAk war sie in der Schule und Beratung an mehreren Landwirtschaftsämtern, am StMELF und am Praktikantenamt tätig.

Aloisia Ebner neue Sachgebietsleiterin in der Abteilung F

Zur Sachgebietsleiterin des neuen großen Sachgebiets F4 "Investive und sonstige Förderprogramme" wurde am 16. Oktober 2019 Aloisia Ebner bestellt. Der Dienst­ort ist Regen. Aloisia Ebner ist seit 1. Januar 2018 an der FüAk tätig, zunächst als Mitarbeiterin und ab Juli 2019 als Sachgebietsleiterin im SG F2 "LEADER und sonstige Fördermaßnahmen". Zuvor war die Regierungsdirektorin lange Jahre am StMELF in München im Personalwesen beschäftigt. Sie lebt in der Gemeinde Kirchberg im Landkreis Regen.

Petra Kraus neue Sachgebietsleiterin B3

Zum 1. August 2019 hat Hauswirtschaftsdirektorin Petra Kraus die Leitung des SG B3 "Fachunterstützung, fachliche Fortbildung Ernährung, Haushaltsleistungen" übernommen. Petra Kraus begann ihre berufliche Laufbahn an den ÄELF Fürstenfeldbruck und Wasserburg. 1997 wechselte Petra Kraus ins StMELF. Nach dem Studium der Erwachsenenpädagogik in München kam sie 2001 an die FüAk und übernahm eine breite Themenpalette an Seminaren im Bereich der Ausbildung und der Personalentwicklung. Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 2005 leitete sie das SG "Beratungsmethodik". Nach der Elternzeit übernahm sie 2009 die Bereiche Verwaltungsmanagement, Gleichstellung und Ernährungsnotfallvorsorge. Weitere Schwerpunkte waren die Beratungsmethodik in der Ausbildung sowie Seminare für Frauen.

Karl-Heinz Kubitza neuer Sachgebietsleiter A2

Zum 1. Juli 2019 hat Landwirtschafts­direktor Karl-Heinz Kubitza die Leitung des SG A2 "Haushalt, Unterstützung Controlling" übernommen. Nach einer achtmonatigen Vakanz waren die Mitarbeiter froh, wieder einen Sachgebietsleiter zu haben. Karl-Heinz Kubitza begann seine berufliche Laufbahn an den ÄELF Rosenheim und Landshut. Seit 2002 war er an der Regierung von Niederbayern beschäftigt und wechselte aufgrund der Verwaltungsreform im Jahr 2005 an die FüAk. Hier war er zuletzt als Leiter des Sachgebiets "Leader und sonstige Fördermaßnahmen" tätig.

Helmut Ramesberger verlässt die FüAk

Helmut Ramesberger hat die FüAk zum 31. Oktober 2019 verlassen. Nach langjähriger Tätigkeit im Personalreferat des StMELF war er seit 20. November 2017 zu uns an die Führungsakademie abgeordnet und Sachgebietsleiter im SG A1 "Personalangelegenheiten der Ämter". Mit Helmut Ramesberger verlässt uns ein äußerst fleißiger, stets hilfsbereiter, kollegialer und liebenswerter Mitarbeiter, der trotz seiner für uns viel zu kurzen Zeit im Sachgebiet viel bewegt hat. Durch seinen sehr hohen Arbeitseinsatz, sein enormes Wissen, seine menschlich sehr angenehme Art und seinen kooperativen Führungsstil ist es ihm gelungen sehr schnell als Sachgebietsleiter Fuß zu fassen. Durch seinen beruflichen Wechsel verliert unser Haus auch einen begnadeten Kabarettisten, was sicher alle bestätigen können, die seinen Auftritt bei unserer internen 60-Jahrfeier erlebt haben. Wir danken Helmut Ramesberger für die an der Führungsakademie geleistete Arbeit. Für die Zukunft und seine neue Tätigkeit als Leiter der Ökoakademie Kringell wünschen wir ihm alles Gute!

Vermischtes aus der FüAk

Landshuter Personalräte treffen sich – Vernetzung und über­greifender Austausch an der FüAk

Gruppenbild Landshuter PersonalräteZoombild vorhanden

Personalratstreffen

Seit dem Jahr 2018 treffen sich die Personalräte von Landshuter Behörden, um sich gegenseitig kennenzulernen und Erfahrungen zwischen den Verwaltungen auszutauschen. Ziel ist, die Behörden bei Fragen und Themen, die alle Personalvertretungen betreffen, zunehmend zu vernetzen. "So können Lösungsansätze für die eigene Behörde kennengelernt oder erweitert werden. Gleichzeitig können Erfahrungen der anderen eigene Entscheidungen unter Umständen beschleunigen oder bestätigen", sagt Carmen Ziegler, Vorsitzende des Personalrats an der FüAk. Mittlerweile haben fünf Treffen an unterschiedlichen Behörden stattgefunden. Im Februar 2019 war die FüAk Gastgeber. Teilnehmer waren unter anderem die Personalvertretungen der Regierung von Niederbayern, des Bezirks Niederbayern, des Landratsamts, des Zentrums Familie und Soziales, der Rentenversicherung, der Polizei sowie der Gerichte.
Präsidentin Ingeborg Bauer stellte den Gästen die Aufgaben und Struktur der FüAk vor. Carmen Ziegler moderierte den Nachmittag. Die Personalräte diskutierten unter anderem über die flexible Arbeitsplatzgestaltung, die immer populärer wird. Die Behörden handhaben sie bislang unterschiedlich – einige sind schon weit in der Umsetzung, andere erarbeiten derzeit neue Modelle. Die Teilnehmer regten Verbesserungen beim Jobticket des öffentlichen Personennahverkehrs an. Monika Schweighofer, Personalratsvorsitzende der Regierung von Niederbayern, leitete diese an die entsprechenden Stellen weiter.
Auf großes Interesse ist der Wasserspender im Sozialraum der FüAk gestoßen. Er filtert Leitungswasser, kühlt es und versetzt es, je nach Auswahl, mit Kohlensäure. Der Getränkeautomat wurde mangels Interesse abgeschafft. Vielleicht wird an der einen oder anderen Behörde ebenfalls ein Wasserspender für die Mitarbeiter installiert. "Der offene Austausch wurde von allen Teilnehmern als sehr wertvoll eingeschätzt", zog Carmen Ziegler am Ende der Veranstaltung Bilanz.

Betriebsausflug der FüAk am 23. Mai 2019

Der Betriebsausflug, organisiert vom Personalrat, führte uns in die nördliche Oberpfalz. Eine Gruppe besichtigte das LVFZ Almesbach und das Geo-Zentrum Windisch-Eschenbach. Die anderen wanderten bei Sonnenschein eine Etappe des Goldsteigs von Falkenberg nach Neuhaus. In der Zoiglstube "Schafferhof" lernten wir nicht nur den Zoigl, sondern auch die damit verbundenen Gepflogenheiten kennen. Es war ein vergnüg­licher und interessanter Tag!
Helmut Konrad mit Besuchern der FüAk im Vortragssaal

LVFZ Almesbach

FüAk-Mitarbeiter auf einem Wanderweg

Wandergruppe

Gesundheitstag über nachhaltige Gesundheit am Arbeitsplatz

Auf den Körper und seine Gesundheit achten – darauf kommt es auch am Arbeitsplatz an. Beim Gesundheitstag der FüAk im November 2019 lernten rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Maßnahmen kennen, um ihre Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern und zu erhalten. "Laut der aktuellen OECD-Studie sind ungesunde Lebensstile in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Viele Krankheiten können durch effektive öffentliche Gesundheitsmaßnahmen und primäre Präventionsmaßnahmen verhindert werden. Dies hat die FüAk erkannt und steuert aktiv entgegen", erläutert Josef Wein, Abteilungsleiter an der FüAk, den Gesundheitstag in seiner Begrüßung. Um das Auge und das Gehirn ging es ebenso wie um Informationen zur Bildschirmarbeitsplatzbrille und zu gesunder Ernährung. An einer Snackbar gab es zum Probieren regionales Superfood: Aronia- und Rote-Bete-Saft, Nüsse, Hanf- und Leinöl und Joghurt. In Zusammenarbeit mit der AOK konnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Messgerät die unterschiedlichen Muskelgruppen analysieren lassen.
Frau vor einem Messgerät für MuskelkraftZoombild vorhanden

Messen der Muskelkraft

Nicht nur beim Rücken sollte jeder vorbeugen und nicht erst handeln, wenn der Körper bereits Signale aussende. "Mit ganz einfachen Methoden geht es Ihnen sofort ein Stück weit besser!", motivierte Birgit Fuchs von der AOK alle Teilnehmer zum Mitmachen. Mit den Augen rollen, sich recken, strecken, gähnen: Um Verspannungen und Kopfschmerzen vorzubeugen, sollen sich damit alle Beschäftigten in Zukunft zwischendurch etwas Gutes tun. Zum Abschluss des Gesundheitstages zeigte Dr. Reinhard Pausch in einem Impulsvortrag die Zusammenhänge zwischen nachhaltigem Handeln und Gesundheit auf. "Es ist wunderbar, an der Isar mit dem Fahrrad in die Arbeit zu radeln anstatt in einem Stau zu stehen", appelliert Dr. Pausch an die Beschäftigten, öfter mal das Auto stehen zu lassen. "Sie tun damit etwas für Ihre Fitness, Ihre Seele, die Umwelt und den Geldbeutel!", fasst er den Nutzen zusammen.

Aus der Arbeit …

… der Bezirksvertrauensperson (BVP) für Menschen mit Behinderung Evi Zellhuber

Titelblatt des Folders zum Thema InklusionZoombild vorhanden

Titelblatt des Folders

Anfang des Jahres 2019 fanden die Wahlen zur Haupt- und Bezirksvertrauensperson statt. Gewählt wurden die altbewährten Vertreter Robert Kasseckert und Evi Zellhuber. Stellvertreter für den Bezirk wurden Astrid Hötzl-Ortsiefer und Gerhard Tuchan. Die Versorgungsmedizin-Verordnung sollte geändert werden. Darin stehen Grundsätze für die ärztliche Begutachtung und sie dient zur Feststellung des Grades der Behinderung. Eine Änderung hätte weitreichende Folgen: Viele Betroffene würden keinen Grad der Behinderung (GdB) mehr erhalten. Durch eine bundesweite Unterschriftenaktion konnte dies vorerst gestoppt werden. Großes Thema war die Barrierefreiheit von öffentlichen Dienstgebäuden.
Das Ziel, Bayern bis ins Jahr 2023 barrierefrei zu gestalten, ist eine große Herausforderung. Es wurden Konzepte erstellt, die ÄELF und Fachschulen wurden von der FüAk angeschrieben und um eine Bestandsaufnahme gebeten. Barrierefreiheit kann gelingen, wenn die Dienststelle, die Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen und die staatlichen Bauämter eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Im Herbst wurde der dritte Folder der Schwerbehindertenvertretung "Beschäftigung und Inklusion schwerbehinderter Menschen" erstellt. Dieser wird im März 2020 an alle Behörden in unserem Ressort verteilt.

… des Bezirkspersonalrates (BPR), Vorsitzender Herbert Hecht

Personalmaßnahmen
Die Beteiligungsverfahren für den BPR waren wieder leicht steigend, im zweiwöchigen Sitzungsturnus des BPR sind diese gut abzuarbeiten. Erfreulich, dass neben den Zustimmungen bei den wenigen strittigen Personalmaßnahmen einvernehmliche Lösungen gefunden werden konnten.
Bezirksjugend- und Auszubildenden­vertretung
Das Gremium wird seit Beginn des letzten Jahres durch einen Vertreter der Jugend bereichert. In das eigenständige Gremium der Bezirksjugend- und Auszubildendenvertretung (BJAV) wurden Martin Mühl (FüAk Regen), Max Martin (AELF Fürth), Carolin Strößner (AELF Münchberg), Josef Weigl (AELF Fürstenfeldbruck) und Michael Weyerer (AELF Holzkirchen) gewählt. Martin Mühl wurde zum Vorsitzenden der BJAV gewählt und vertritt in dieser Funktion die BJAV meist in den Sitzungen des BPR.
Gefährdungsbeurteilung (GBU) "Psyche"
Trotz intensiver Begleitung durch den HPR und BPR ist das Verfahren nicht so gelaufen, wie es angekündigt und zugesagt wurde. Zwei Mitglieder des HPR sind im Arbeitsschutzausschuss am StMELF. Das intensive und umfangreiche Verfahren wurde von den Personalvertretungsgremien außerordentlich begrüßt. Der Umgang mit den Ergebnissen war semioptimal. Die geforderte (und zugesagte) professionelle Begleitung zur Aufarbeitung der Ergebnisse wurde nicht gewährt. Wir werden auf jeden Fall am „Drücker“ bleiben, dass es Konsequenzen auf die Ergebnisse gibt.
Neues Stellen-Soll in der Landwirtschafts­­verwaltung
Organisatorisch hat sich bisher nichts geändert, obwohl die Wasserberatung jetzt dem Sachgebiet 2.2 Landwirtschaft zum 1. Januar 2020 zugeordnet wurde. Dies hatte natürlich einen großen Vorlauf, weil die entsprechenden Lücken durch neue Bewerber gedeckt werden mussten und die bestehenden Wasserberater formal versetzt werden mussten. Interessant wird in diesen Zusammenhang in diesem Jahr, wie die politische Aussage bedient werden kann, dass an jedem Amt ein Wildlebensraumberater installiert wird. Es bleibt in jedem Fall spannend.

… des Örtlichen Personalrates (ÖPR), Carmen Ziegler, Vorsitzende

Gruppenbild des Personalrates der FüAkZoombild vorhanden

Betriebsrat der FüAk

Das Jahr 2019 war von der Verlagerung der AFR von der Landesanstalt für Landwirtschaft an die FüAk, jetzige Abteilung K, geprägt. Ein Übergangspersonalrat nahm mit acht Personalräten die Arbeit auf. Aufgrund der Zunahme der Mitarbeiter um mehr als 1/5 wurde am 4. Juni 2019 ein neuer Personalrat gewählt, der sich aus vier Vertretern der Gruppe der Beamten und drei Vertretern der Gruppe der Beschäftigten zusammensetzt. Die Behörden- und Aufgabenverlagerung der FüAk führte zu einem Anstieg an Vorstellungsgesprächen, an denen wir teilnahmen. Im Gremium diskutierten wir über Personalmaßnahmen wie Einstellungen, Versetzungen, Erhöhung der Arbeitszeit, unbefristete Weiterbeschäftigungen, Beförderungen bzw. Höhergruppierungen und stimmten darüber ab. In den Monatsgesprächen mit der Präsidentin Ingeborg Bauer tauschten wir uns über aktuelle Themen, wie z. B. den Clearingtag und andere anstehende Veränderungen aus.

... des Gleichstellungsbeauftragten Manfred Hofmeister

Zum Jahresende 2019 ist im Zuge der Behördenverlagerung die Zahl der Beschäftigten bei der FüAk auf 271 Personen angewachsen, davon sind 56,1 Prozent der Beschäftigten weiblich. Ein Großteil der 152 beschäftigten Frauen wiederum ist teilzeitbeschäftigt (66 Prozent), zudem sind viele Frauen häufig in den unteren Gehaltsklassen eingruppiert. Ein Anreiz zur Steigerung der Frauenanteile hinsichtlich der Arbeitszeitauslastung oder bei der Besetzung von höher dotierten Positionen kann die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit darstellen. Mit der Einführung der Telearbeit aufgrund der Dienstvereinbarung über die Telearbeit (DV-TeleArb) vom 14. August 2007, mittlerweile abgelöst durch die deutlich liberale Dienstvereinbarung über flexibles Arbeiten (DVFlexArb) vom 16. Oktober 2018 für den Geschäftsbereich des StMELF, konnte ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um dieses Spannungsfeld abzumildern.
Die Vereinbarkeit von Familie mit Beruf ist seit jeher ein zentrales Ziel der Gleichstellung und gewinnt im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der Verwaltung immer weiter an Bedeutung. Nach wie vor stehen bei diesem Thema zu allererst die weiblichen Beschäftigten im Fokus. Viele Männer in der Rolle als Hauptverdiener wären zwar zur Leistung von weniger Erwerbstätigkeit zu Gunsten von mehr familiärer Sorgearbeit bereit, wagen diesen Schritt jedoch aufgrund drohender beruflicher Nachteile vielfach nicht. Aber solange die Arbeit in den Familien nicht gerechter aufgeteilt werden kann und die Väter und Partner wegen fehlender Präsenz zu Hause nicht zur deutlichen Entlastung bei Sorgearbeiten beitragen können, bleiben als Folge die beruflichen Möglichkeiten ihrer Partnerinnen begrenzt.
Bei Frauen, die wegen Kindererziehungs- und Pflegeaufgaben nicht in vollem Umfang arbeiten, verschlechtern sich insbesondere die Einkommenssituation und die damit verbundene Alterssicherung. Daneben gelingt es Tarifbeschäftigten meist nur schwer, ihren Arbeitszeitanteil wieder zu erhöhen, wenn sie ihre Teilzeitbeschäftigung nicht befristet beantragt haben.
Karrieremöglichkeiten, wie etwa der Aufstieg zu exponierten Führungspositionen, verschließen sich vielfach aus zeitlicher Hinsicht. Örtliche und zeitliche Flexibilisierung der Arbeit bietet jedoch eine Chance, um ein ausgewogeneres Erwerb-und-Sorge-Modell zu leben. Homeoffice trägt in der Praxis erheblich dazu bei, dass sich die Zeitverwendung verändert. Männer, die von zu Hause aus arbeiten, übernehmen in Pausen mehr Kinderbetreuung. Frauen können bei einem Heimarbeitsplatz hingegen mehr Stunden erwerbstätig sein. Außerdem werden eingesparte Wegezeiten zu 80 Prozent für die Familie genutzt. Flexible Arbeitszeiten, Arbeitsorte und mobile Arbeit bergen jedoch auch Gefahren in sich, wie der Auflösung von Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben (Entgrenzung) oder Überforderung und Überlastung, wenn sie mit ständigen Verfügbarkeitserwartungen verbunden sind. Auch kann sich eine bereits bestehende ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern unter Umständen verfestigen, da Erwerbs- und Sorgearbeiten nicht parallel geleistet werden können und sollten, auch nicht zu Hause.
Nicht zuletzt kann eine verringerte Teilhabe an Themen der kollegialen Gemeinschaft am Dienstort eine Abkühlung des Betriebsklimas zur Folge haben, nachdem der soziale Austausch mit den Kollegen beispielsweise bei Mittagspausen zwangsläufig weniger wird. Dennoch überwiegen unterm Strich die Vorteile des flexiblen Arbeitens die potenziellen Nachteile bei weitem, wenn man, wie bei uns an der FüAk, verantwortungsvoll mit diesem Instrumentarium umgeht, da eine gute Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit für Frauen und Männer auch dazu beiträgt, den Ruf der FüAk als moderne Mittelbehörde und attraktive Arbeitgeberin weiter zu festigen.