Jahresbilanz 2016
Ein Jahr mit rasanten Veränderungen

Die Staatsregierung hat ihrer Verwaltung mit den Beschlüssen zu den Behördenverlagerungen Großes zugetraut. Die Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) hat im vergangenen Jahr erfolgreich mit den Verlagerungsprozessen begonnen. Die Veränderungsagilität der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelte sich sehr dynamisch.

Positiv dabei ist: Keine Mitarbeiterin, kein Mitarbeiter muss gegen den Willen an den neuen Standort. Bedauerlich ist: Es findet ein umfangreicher Personalaustausch statt. Folgen sind in vorübergehender Kompetenzverlust und die Auflösung funktionierender Teams.
Um die Zusammenarbeit über verschiedene Standorte zu sichern, müssen wir die digitalen Möglichkeiten noch stärker nutzen. Videokonferenzen, unser Mitarbeiterportal und die elektronische Aktenführung mit der eAkte werden künftig zu unserem alltäglichen Handwerkszeug gehören. Eine Behördenverlagerung ist ein sehr komplexer Vorgang. Sie verlangt in der Aufbauphase von neuen Standorten viel Flexibilität, z. B. durch eine weitere Öffnung gegenüber Tele- und Wohnraumarbeit, dislozierten Organisationseinheiten oder Personalwechsel über Ressortgrenzen und bislang geforderte Fachrichtungen hinweg. Plötzlich tun sich auch neue Möglichkeiten auf.
Unsere Sorge ist: Wie erhalten wir den Zusammenhalt, die guten zwischenmensch­lichen Beziehungen, die Synergien und positiven Effekte der kurzen, unkomplizierten Wege? Wie schaffen wir es, dass wir das große Ganze nicht aus den Augen verlieren, wenn wir auf mehrere Standorte verteilt sind? Unser Jahresmotto für 2017 lautet daher:

Zusammenhalt stärken – leistungsstark bleiben

Vorherige Nächste
Wichtig sind regelmäßige "Updates" des Wissens. Mit dem neuen Angebot der Landshuter Führungsgespräche haben wir eine hochkarätige Fortbildung für unsere Behördenleiterinnen und Behördenleiter und einen Meinungsaustausch mit den Führungsspitzen anderer Verwaltungen geschaffen. Unsere Bildungsarbeit ist sowohl im fach­lichen als auch im nichtfachlichen Bereich gefragt wie nie zuvor. Eine besondere, aber auch sehr erfreuliche Herausforderung war und bleibt die große Zahl von auszubildenden Anwärterinnen und Anwärtern sowie Referendarinnen und Referendaren.
FüAk-Präsidentin Ingeborg Bauer

Präsidentin Ingeborg Bauer

Wir schauen zurück auf ein Jahr, das die FüAk und die Ämter, insbesondere die Amtsverwaltungen und Behördenleiterinnen und Behördenleiter, in konstruktiver und vertrauensvoller Zusammenarbeit wieder ein Stück enger zusammengebracht hat. Im Rahmen unserer Ressourcen werden wir sie auch 2017 bei der laufenden Arbeit und bei neuen Aufgaben nach Kräften unterstützen.
Einen Überblick über die im zurückliegenden Jahr von den einzelnen Abteilungen geleistete Arbeit gibt Ihnen die nachfolgende Zusammenstellung.
Ingeborg Bauer, Präsidentin

Abteilung Information und Kommunikationstechnik

Digital und sicher

IT-Sicherheit der Zahlstelle zertifiziert
Seit Oktober 2016 ist die Zertifizierung der IT-­Sicherheit eine Voraussetzung für die Anerkennung der Zahlstelle des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die zahlstellenrelevanten Organisationseinheiten aus den Abteilungen IuK und Förderung der FüAk sind Teil des sogenannten "Zertifizierungsverbundes". Zur Vorbereitung der Zertifizierung mussten wir insgesamt ca. 500 von 1 500 Maßnahmen der Grundschutzkataloge des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) umsetzen. Die Prüfung der Dokumente und das Audit durch einen vom BSI zertifizierten Auditor fanden von Mai bis Juli 2016 statt und konnten erfolgreich abgeschlossen werden.
Über 2500 PCs Notebooks und Monitore beschafft und 170 Reparaturfälle abgewickeltZoombild vorhanden

EDV-Service in Zahlen

Ausschreibung Behördennetz
In Folge der Neuausschreibung der Kommunikationsnetze des Freistaats Bayern mit den Losen „Festnetz-Telefonie“, „Mobilfunk“, „Behördennetz und Internetübergang“ beauftragten wir mehr als 400 Behördennetzanschlüsse. Für die WLAN-Hotspots und das Behördennetz sind noch umfangreiche Vorbereitungen nötig. Nach zwei Pilotphasen im Jahr 2016 ist für 2017 der Internetübergang umgesetzt und der bayernweite Rollout für das Behördennetz vorbereitet.
Mehr individuelle Informationen im MAP
Eine Personalisierung des Mitarbeiterportals (MAP) ermöglicht es, jedem Beschäftigten auf der Startseite unter „Aktuelle Meldungen“ nur die Informationen anzuzeigen, die er für seine Arbeit benötigt. Das dämmt die Informationsflut ein. Die dafür nötige Zuweisung zu Themen erprobten ausgewählte Ämter mit einer eigens dafür entwickelten Maske. Im nächsten Schritt werden damit die Vorgesetzten in allen Behörden die Zuordnung ihrer Mitarbeiter vornehmen.
Rege Nachfrage nach Outlook Intensivtraining
Im neuen Seminar "Outlook Intensivtraining" bestimmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Inhalte selbst. Eigens dafür vorgefertigte Module ziehen wir dazu je nach Wunsch heran.
Themenkatalog für die Öffentlichkeitsarbeit
Seit 2016 stellt die Internet-Zentralredaktion die Themen des Geschäftsbereichs im Jahresverlauf in einer Übersicht zusammen. Der Katalog sorgt für einen guten Überblick, wann welche Themen für die Internet­auftritte der Ämter vorzubereiten sind, und gibt Orientierung, wann welche Informationen zentral erstellt werden. Die aktuelle Version 2017 steht bereits im MAP.
Medienbetreuung für die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • Faltblätter druckfertig
    • 123 Ernährung 48 Landwirtschaft 29 Haushaltsleistungen 27 Einsemestriger Studiengang Hauswirtschaft 8 Dreisemestriger Studiengang Landwirtschaft
  • Plakate gestaltet
    • 19 Landwirtschaft
  • Plakate geplottet
    • 548 Landwirtschaft, Forsten 139 Ernährung
  • Sonstiges
    • 5 Biertischhussen 13 Roll Ups 5 Tresen-Ummantelungen 2 Beachflags 4 Banner
Titelblatt Waldpädagogischer LeitfadenZoombild vorhanden

Waldpädagogischer Leitfaden

Medien barrierefrei gestalten
Seit der Ausgabe 3/2016 steht „Schule und Beratung“ als barrierefreies PDF im Internet. Sowohl im Layout-Programm InDesign als auch bei den Dokumentenvorlagen in Word mit Eingabehilfen und barrierefreien Vorbelegungen verfügt die FüAk über Kompetenzen, die dem gesamten Geschäftsbereich zur Verfügung stehen. So unterstützen wir das Ziel, mit barrierefreien Medien möglichst vielen Menschen mit Beeinträchtigungen Zugang zu unseren Informationen zu verschaffen.
Betriebsdatenbank neu programmiert
Seit Beginn des EDV-Einsatzes in der Landwirtschaftsverwaltung sind die Betriebs- und Adressdaten der landwirtschaftlichen Betriebe das Herzstück der Datenhaltung unserer Zahlstelle. Alle Anträge bzw. Auszahlungen arbeiten mit der jedem Betrieb zugeordneten Betriebsnummer. Das seit ca. 40 Jahren benutzte Programm zur Erfassung und Pflege der Daten ist in die Jahre gekommen und wurde durch ein neues, in Java geschriebenes Webprogramm ersetzt. Die Anwendung ist nun fertig und seit Mitte Januar 2017 produktiv.
Vorbereitungen für MFA-Druck
Jedem antragstellenden Landwirt werden vor der jährlichen Mehrfachantragstellung (MFA) die Antragsunterlagen zentral zugesandt. Wir erstellen die Steuerdatei, die die Zustellung personalisiert und betriebsbezogen steuert, sowie die Antrags-PDF und reichen sie an eine externe Versand­firma weiter.
Abgleich der Referenz- und Antragsdaten
Der von der EU geforderte bundesweite Abgleich der Referenz- und Antragsdaten in der Datenbank Herkunftssicherungs- und Informa­tionssystem für Tiere (HIT) / Zentrale InVeKoS Datenbank (ZID) wurde aus Anlass der GAP-Reform und im Rahmen der allgemeinen Modernisierung der IT-Systeme der bayerischen Landwirtschaftsverwaltung neu in Java implementiert. Er entspricht nun dem derzeitigen Softwarearchitekturstandard Racy10. Auch 2016 wurden damit wieder fast 2 Millionen Antrags- und ca. 1,8 Millionen Referenzflächendaten inklusive der Ergebnisse von Verwaltungs- und Vorortkontrollen an die ZID übermittelt.

Abteilung Angelegenheiten der Verwaltung

Moderne und effiziente Verwaltung

2016 bot die Abteilung A erstmals neu bestellten Behördenleiterinnen und Behördenleitern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) in einem Seminar Gelegenheit, erste Erfahrungen in der Behördenleitung auszutauschen und Fragen zu Personal, Haushalt und Vergabe zu klären. Insgesamt sechs Behördenleiter nahmen daran teil.
Verständlich und zeitgemäß formulieren
Ein Seminar zum Thema "Briefe zeitgemäß und treffend formuliert" zeigte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sachgebiet Personalangelegenheiten (A1) Möglichkeiten auf, Briefe mit personalrechtlich schwierigen Inhalten verständlich und zeitgemäß zu formulieren. Sukzessive wurden die Mustervorlagen und -briefe überarbeitet.
Personalratsanfragen und Arbeits- und Änderungsverträge machen die größte Zahl der Sachbearbeitung ausZoombild vorhanden

Personalsachbearbeitung 2016

ORH prüft den Einsatz der Saisonarbeitskräfte
Im Dezember 2016 hat der Oberste Rechnungshof (ORH) mit der Prüfung des Einsatzes von Saisonarbeitskräften für den Fördervollzug in der Landwirtschaftsverwaltung an der FüAk begonnen. A1 arbeitete hierzu einen umfangreichen Fragenkatalog ab und stellt derzeit vom ORH geforderte Daten zusammen. Neben dem administrativen Vollzug an der FüAk sollen auch ausgewählte Ämter in die Prüfung einbezogen werden. Die Abbildung links zeigt die Personalsachbearbeitung 2016 im Einzelnen.
Reiseservice neu
Der neue Dienstleister für den Reiseservice, die Firma DER Deutsches Reisebüro GmbH, nahm Anfang Januar reibungslos den Dienst auf.
Ausschreibungen gebündelt
Für die Beschaffung von GPS-Geräten für die Ämter für Ländliche Entwicklung fanden auf unsere Initiative Abstimmungsgespräche mit den drei Verwaltungen unseres Ressorts zur Bündelung der Bedarfe statt. Auch die Neu- und Ersatzbeschaffung von ca. 50 Kraftfahrzeugen für die ÄELF, Bereich Forsten und Prüfdienste, ist vorbereitet und startete pünktlich im neuen Jahr.
Weiche Lieferkriterien
Künftig werden bei der Vergabe auch sogenannte weiche Kriterien wie Zuverlässigkeit, Liefertreue oder Kundenzufriedenheit berücksichtigt. Eine entsprechend angepasste Verfahrensanweisung unterstützt die Lieferantenbewertung. Eng mit dem Thema nachhaltige Beschaffung verknüpft ist die 2016 auf alle Ämter ausgeweitete Ausschreibung Ökostrom. Leider war sie mangels Bieter nicht erfolgreich. Nur die Ämter in Niederbayern konnten mit Ökostrom versorgt werden.
Summe betreutes Haushaltsvolumens betrug 2016 über alle Kapitel 52,7 Mio. Euro

Haushaltspositionen

Teamtraining in St. Quirin stärkte Teamgeist im Sachgebiet Haushalt.

Teamtraining Sachgebiet Haushalt

Abteilung Bildung

Mit Bildung Zukunft gestalten

Die Zahl der Teilnehmertage stieg von 2015 auf 2016 in der Ausbildung von ca. 3 200 auf nun 4 685Zoombild vorhanden

Entwicklung Teilnehmertage je Kompetenzbereich

Jungen Menschen das erforderliche Rüstzeug mitzugeben, damit sie angehenden und etablierten Bäuerinnen und Bauern in der Beratung, in der Förderung und in den Schulen unverzichtbare Partner werden, wird eine immer bedeutendere Aufgabe der Abteilung Bildung. So stieg die Zahl der Teilnehmertage in nur einem Jahr in der Ausbildung von ca. 3 200 auf nun 4 685.
2016: 173 Personen in Ausbildung, 2015: 166Zoombild vorhanden

Personen in Ausbildung

Lehrkräfte unterstützt
Bei der methodisch-didaktischen Fortbildung für Lehrkräfte standen zwei Fragen im Vordergrund: Welche pädagogischen Kompetenzen brauchen Lehrkräfte heute? Wie können neue Medien sinn- und wirkungsvoll im Unterricht eingesetzt werden? Im sogenannte Lehrerportal finden unsere Lehrkräfte mittlerweile mehr als 1 000 Portalseiten mit aufbereiteten Inhalten für die Land- und Hauswirtschaft. Sie avancierten zu den beliebtesten Seiten im Mitarbeiterportal mit monatlich zwischen 800 und 1 000 Aufrufen. Für die Meister und Techniker der Landesanstalten, die große Beiträge zur Ausbildung junger Landwirte leisten, boten wir 2016 erstmals pädagogische Fortbildungen an.
Highlights in der Fachunterstützung
Das Zentrallandwirtschaftsfest in München, die EUROTier in Hannover oder die DLG-Feldtage in Unterfranken interessierten viele Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) sowie der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) organisierten wir zahlreiche Führungen. Zum zweiten Mal fand ein Berateraustausch mit Irland statt, wieder durchgeführt von der Abteilung Bildung. Besonders wichtig war die Exkursion der Hochwasserexperten der Gruppe Landwirtschaft an den Regierungen nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit vielen Anregungen für die Arbeit vor Ort.
Renner „Bildungsportal“
Wir betreuten das Modellprojekt „Generation 55plus“, das Informations- und Beratungsnetzwerk zur Energiewende „LandSchafftEnergie“, die Qualitätssicherung und Standardisierung im Projekt „Junge Eltern Familie“, das „Forum Diversifizierung“ und weitere Aufgaben aus dem Bereich Ernährung, Haushaltsleistung und Diversifizierung. Zu einem „Renner“ entwickelt sich das sogenannte Bildungsportal: 2016 meldeten sich dort 21 223 Teilnehmer zu 2 083 Veranstaltungen der Landwirtschaftsverwaltung an.
Digitale Kompetenz ausgebaut
Fortbildungen sowohl zu allgemeiner Software als auch zu vielen Spezialanwendungen haben Konjunktur und unterstützen die Beschäftigten unserer Verwaltungen. Unsere Zusammenstellung von Apps für Beratung und Unterricht fand viel Anerkennung.
Außerfachlicher Bereich
Im Mittelpunkt standen hier wieder die sogenannten PEP-Reihen unseres Personal­ent­wick­lungs­programms. Durch den Start zusätzlicher Reihen konnten wir viele dringende Wünsche erfüllen. Große Zustimmung fand das neugestaltete PEP 1 für wissenschaftliche Mitarbeiter und Projektleiter. Sehr positiv bewertet wurden auch das neue Seminar „Veranstaltungsmanagement“ sowie unsere zahlreichen Moderationen von Workshops und Führungsstilanalysen, Coachings, Konfliktklärungen und Teamtrainings.

Neu in diesem Bereich war:

  • Integration von Elementen der Positiven Psychologie in Persönlichkeits- und Führungs­seminare,
  • Organisation und Durchführung der Landshuter Führungsgespräche,
  • Mitwirkung bei der Überarbeitung der Neuauflage des Waldpädagogikordners,
  • Mitwirkung bei der Erstellung des Buches „Wortwechsel im Blätterwald – Erzählstrukturen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit“.

Abteilung Förderung

Förderung in Zeiten großer Veränderungen

Verlagerungsprozess nach Regen
Aktuell sind 13 Personen an unserer Außenstelle in Regen tätig, zwei von ihnen fahren noch zur Einarbeitung nach Landshut. Zusätzlich befinden sich weitere vier Personen im Studium zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Sie werden im Herbst 2018 bzw. 2019 ihren Dienst in Regen aufnehmen. Nach nicht einmal zwei Jahren befinden sich bereits knapp die Hälfte der 30 Beschäftigten in Regen.
Hohe Erfolgsquote vor Verwaltungsgericht
Trotz erheblicher Personalveränderungen konnten wir die Rechtsberatung der Ämter im Fördervollzug erfolgreich durchführen. Das Sachgebiet Förderrechtsangelegenheiten verlor vor den Verwaltungsgerichten nur zwei von 35 Klagen. Mit dieser Erfolgsquote von 94 Prozent dürfte die Landwirtschaftsverwaltung an der Spitze der bayerischen Ressorts liegen.
LEADER-Portal erfolgreich gestartet
Neue Anforderungen an die Vergabe von Aufträgen, die Förderfähigkeit der Umsatzsteuer oder Neuerungen bei der Verwaltungskontrolle erhöhen in der Förderperiode 2014 bis 2020 den Betreuungs- und Koordinierungsaufwand erheblich. Checklisten zur Antragsbearbeitung, Bewilligung und zur Auszahlung mussten aktualisiert und vereinfacht sowie zahlreiche Anfragen zu Einzelfällen zeitnah beantwortet werden. Eine zentrale Internet-Plattform dient dem papierlosen Datenaustausch mit dem Prüfdienst oder Externen wie der Bescheinigenden Stelle. Dort legen die Fachzentren Diversifizierung und Strukturentwicklung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) alle prüfungsrelevanten Förderunterlagen sowie Zahlungsanträge samt auszahlungsbegründenden Vergabeunterlagen, Originalrechnungen und Zahlungsbelegen digital ab. Externe Prüfbehörden können im Rahmen ihrer zugewiesenen Rechte jederzeit online darauf zugreifen. Dies vereinfacht den gesamten Prüfungsablauf und entlastet alle Beteiligten.
Unterstützung der Ämter beim Fördervollzug 2016Zoombild vorhanden

Unterstützung der Ämter beim Fördervollzug 2016

Schwerpunkt auf Unterstützung der ÄELF
2016 stiegen die Anfragen der ÄELF an das Sachgebiet Flächen- und tierbezogene Förderprogramme erneut auf ca. 3 500 Anfragen von ca. 3 400 in 2015 und ca. 2 000 in den Jahren zuvor. Zur Unterstützung des Fördervollzugs aktualisierten wir die Lose-Blatt-Sammlung, Teil B, und bereiteten neue Fassungen von Teil A und Teil E vor. Um die Kolleginnen und Kollegen der Abteilungen Förderung an den ÄELF bei der Sachbearbeitung sowie internen Qualitätssicherung zu unterstützen, erhielten die Ämter nach jeder Prüfphase das Ergebnis zur Kenntnis.
Reduzierung der Antragstermine bei EIF
Die Abwicklung der EIF-Förderung in Auswahlrunden führte zu immer größeren Arbeitsspitzen. Waren es 2015 noch drei Auswahltermine für die Antragstellung, gab es 2016 für alle Haushaltsmittel nur noch einen Antragstermin mit entsprechender Konzentration der Nachfragen der Ämter und Betreuer bzw. der Auszahlungstermine und auch der BS-Prüfung zum Jahresende. Wir wirkten auch mit bei der Abarbeitung des ORH-Berichtes zur Diversifizierungsförderung und klärten für das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Vorhaltungen der Prüfbehörde im Bereich Pensionspferdehaltung und Urlaub auf dem Bauernhof.
Agrarreform erhöht Prüfaufwand
Die Fortentwicklung und Verfeinerung der Vorgaben steigerte 2016 erneut den Kontrollaufwand beim Prüfdienst und damit auch bei der unterstützenden und koordinierenden Leitstelle Prüfdienst. Wir haben regelmäßig Besprechungen für die Prüfdienstleitungen und umfangreiche Schulungen für alle Prüfdienstmitarbeiter durchgeführt und sie per E-Mail beraten.
Drohende Anlastung abgewehrt
Eine große Herausforderung für alle Ebenen der landwirtschaftlichen Förderverwaltung war die erste Kommissionsprüfung nach Umsetzung der Agrarreform. Trotz des Schwerpunktes „Kontrolle der Agrar­umweltmaßnahmen“ war auch die Umsetzung der Agrarreform immer wieder Inhalt der Prüfung. Nur eine sehr enge und gute Zusammenarbeit und höchstes Engagement der Betroffenen auf allen Ebenen machte es möglich, die drohende Anlastung abzuwehren.

Projekte

Erste Vorschläge zur Verbesserung des Wissenstransfers von der Forschung in die Praxis umgesetzt
Das Projekt unter Federführung der FüAk beschäftigte sich damit, wie der Wissenstransfer von der Wissenschaft zu den Wissensanwendern und umgekehrt optimiert und die Gefahr einer Kompetenz- und Wissensabwanderung gemindert werden kann. Die Erarbeitung von Vorschlägen ist abgeschlossen, die Ergebnisse sind in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Unter der Regie der Führungsakademie und der Landesanstalt für Landwirtschaft ist bereits eine Forschungs- und Entwicklungsplattform auf den Weg gebracht worden. Integriert in den Internetauftritt des Staatsministeriums kommuniziert die Plattform schnell und effizient Forschungsergebnisse und Zwischenstände nach innen wie nach außen. Künftig soll auch ein speziell formulierter Transferauftrag sicherstellen, dass nach Abschluss des Forschungsprojektes das neu generierte Wissen zielgruppenspezifisch weitergegeben und weiterverarbeitet wird.

Forschung und Innovation - Staatsministerium Externer Link

Mitarbeiter sitzen vor PCs in Schulungsraum

Schulung eAkte

Piloteinheiten an der FüAk arbeiten in der eAkte
Die FüAk ist 2016 dem Ziel des „papierarmen“ Büros einen großen Schritt näher gekommen: Die Abteilungen Förderung und Bildung erfassen und bearbeiten flächendeckend alle relevanten Vorgänge elektronisch in der eAkte. Maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat das Sachgebiet Innere Dienste: Die Registratur erfasst die aktenrelevanten Post-Ein- und -Ausgänge, scannt sie ein und leitet sie an die zuständigen Sachgebiete weiter. Besondere Vorteile bringt das Arbeiten mit der eAkte bei der Zusammenarbeit mit der Außenstelle Regen. Transportzeiten fallen weg, Dokumente und Vorgänge sind orts- und zeitunabhängig verfügbar, auch unabhängig vom Stand der Bearbeitung. Das beschleunigt die Sachbearbeitung. Hinzu kommen die einfachen Recherchemöglichkeiten sowie der systemübergreifende Austausch von Dokumenten und Vorgängen. Die gemeinsame, einheitliche und strukturierte Datenhaltung stellt die Grundsätze der Rechtmäßigkeit und Aktenmäßigkeit des Verwaltungshandelns sicher.
Überarbeitung des Qualitätsmanagementsystems QMS
Das QMS, mit dem die FüAk seit 2003 arbeitet, muss der neuen ISO-Norm angepasst werden. Auch wollen wir die Inhalte aktualisieren, straffen und anwendungsfreundlicher aufbereiten. Das Projekt kam im Jahr 2016 entscheidend voran: Wir formulierten die Unternehmenskultur als Qualitätskultur für die FüAk neu. Die neuen Ziele und Indikatoren sind bereits für 2017 in Einsatz. Die Beschreibung des QMS steht vor dem Abschluss, Wissensmanagement und Projekte sind integriert. In Arbeit sind ein neues Risikomanagement, das Verbesserungsmanagement und die Vereinfachung der Managementbewertung.

Personalia

Portrait Josef Geltinger
Herr über das EDV-Verbrauchs­material geht in Ruhestand
Ende 2016 ging Josef Geltinger in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 1998 verwaltete er im sogenannten Geräteverzeichnis die gesamte Hardware der Verwaltung und war wegen seiner Hilfsbereitschaft und seiner ansteckenden guten Laune sehr geschätzt. Herr Geltinger arbeitete seit 1998 an der FüAk und war in dieser Zeit keinen einzigen Tag krank! Wir wünschen ihm, dass dies auch im Ruhestand so bleibt!
Der neue Leiter der Vergabestelle, Matthias Wirth, sowie Jennifer Rieß und Gertrud Raab-Frank arbeiten sich bereits für Münchberg ein.Zoombild vorhanden

Verlagerung nach Münchberg

Umzug nach Münchberg
Die Zentrale Vergabestelle wird im Rahmen der Heimatstrategie der Bayerischen Staatsregierung nach Münchberg verlagert. Der neue Leiter der Vergabestelle, Matthias Wirth, sowie Jennifer Rieß und Gertrud Raab-Frank arbeiten sich bereits für Münchberg ein.
Portrait Ingeborg Kruppa

Ingeborg Kruppa

Pionierin der zentralen Beschaffung im Ruhestand
Nach 25 Jahren an der FüAk und insgesamt 49 Berufsjahren ist Ingeborg Kruppa am 1. November 2016 in den Ruhestand gegangen. Mit großem Verantwortungsbewusstsein hat sie im internen Betrieb unterschiedlichste Aufgaben gemeistert. Besonders auf den Leib geschneidert war ihr die Arbeit in der Zentralen Vergabestelle: Von ihr stammt der erste ressortweite Rahmenvertrag für Büroverbrauchsmaterial. Wir wünschen ihr für den Ruhestand alles Gute!
Portrait Siegfried Ramsauer
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Siegfried Ramsauer (Sachgebietsleiter Innere Dienste) hat im Mai die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit begonnen und schließt diese voraussichtlich im Herbst 2017 mit einer Prüfung ab. Danach wird er als beratender Ansprechpartner die Ämter in Sachen Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit unterstützen.
Portrait Regine Wiesend
Frontfrau der Diversifizierung verlässt die FüAk
Zum 1. Januar 2017 wechselte Regine Wiesend, seit Januar 2009 Sachgebietsleiterin „Fachunterstützung, fachliche Fortbildung Ernährung, Haushaltsleistungen“, an das StMELF. Die profunde Kennerin aller Aktivitäten der ÄELF in diesen Bereichen setzte besonders in der Diversifizierung und der Ernährungsbildung viele Impulse. Deshalb war sie auch begehrte und geschätzte Ansprechpartnerin des StMELF, der LfL und vor allem für die Kolleginnen und Kollegen an den Ämtern. Besonders zu erwähnen ist ihre Rolle bei der Einführung des Bildungsportals, das unter ihrer Federführung in Rekordzeit als Anmeldeplattform für viele Angebote in Bildung und Beratung zur Verfügung stand. Mit Regine Wiesend geht eine außerordentlich engagierte, fachlich sehr kompetente und beliebte – sie war mehrere Jahre Mitglied im örtlichen Personalrat – Kollegin. Wir wünschen ihr einen guten Start am Ministerium und alles Gute und viel Erfolg im Beruf!
Portrait Winfried Drexler
Winfried Drexler scheidet aus aktivem Berufsleben aus
Der erfahrene Dozent war von 1992 bis 2008 und dann wieder seit 2014 an der FüAk und übernahm Aufträge zu allen Themen der Organisations- und Personalentwicklung. Persönlichkeits- und Teamentwicklungen, Konfliktklärungen und die Moderation von Führungsstilanalysen waren seine Spezialgebiete. Seine ausgeprägte Beobachtungsgabe, seine große Empathie verbunden mit der Fähigkeit komplizierte Dinge mit wenigen Worten auf den Punkt zu bringen, machten ihn zu einem sehr wirkungsvollen Dozenten. Sich um andere fürsorglich kümmern, den Nächsten mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen, so bleibt er an der FüAk in Erinnerung. Wir wünschen ihm für seine selbstgewählte Freiheit alles Gute!
Portrait Ulrich Stemmler
Chef-Förderjurist hat die FüAk verlassen
Ulrich Stemmler wechselte zum 2. Januar 2017 an die Regierung von Oberbayern und leitet dort das Sachgebiet Flüchtlingsunterbringung. Er war seit Oktober 2005 als Mitarbeiter und später als Leiter des Sachgebietes Förderrechtsangelegenheiten an der FüAk. Damit hat er von Beginn an den Aufbau des Sachgebietes Förderrechtsangelegenheiten mitgestaltet. In seiner Zuständigkeit lag der Abbau der „Altlasten“ von über 1 600 Widersprüchen sowie die Übernahme der Prozessvertretung von den Regierungen. Bei zahlreichen Förderseminaren für die Kolleginnen und Kollegen der Ämter sowie vielen EIF- und Leader-Jour-fixes verstand er es, die Teilnehmer für die oftmals trockene Materie zu begeistern. Wir danken Ulrich Stemmler für sein Engagement an der Führungsakademie und wünschen ihm für seine Tätigkeit an der Regierung von Oberbayern alles Gute und viel Erfolg.

Aus der Arbeit...

… des Örtlichen Personalrates

Personalrat der FüAkZoombild vorhanden

Personalrat der FüAk

2016 wurde ein neuer Personalrat gewählt. Die Aufgaben für das neu gewählte Gremium begannen für die neuen Mitglieder mit einer Schulung, um für die Arbeit im Personalrat gerüstet zu sein. Es galt Einstellungen, Beförderungen, Ver­­­setzungen zu diskutieren und die Zustimmung dafür zu geben. Da­rüber hinaus war der Örtliche Personalrat (ÖPR) an der Zustimmung der Erhöhung der Arbeitszeit, zu einem Dienstortwechsel, zu einer modularen Qualifikation und an einer Ernennung zur Beamtin auf Lebenszeit beteiligt. In den Monatsgesprächen mit Präsidentin Bauer tauschten wir uns über Veränderungen und anstehende Maßnahmen aus.

… der Gleichstellungsbeauftragten

Der Aufgabenbereich der Gleichstellungsbeauftragten war auch im Jahr 2016 umfangreich. Ich wurde an personellen, sozialen und organisatorischen Angelegenheiten der FüAk, die die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit betreffen, beteiligt. Das Mitwirkungsrecht umfasste die rechtzeitige Beteiligung an der Vorbereitung und Entscheidung über die Vergabe von Ausbildungsplätzen, Einstellung, Anstellung, Abordnung und Umsetzung von mehr als drei Monaten, Versetzung, Fortbildung, beruflichem Aufstieg und vorzeitiger Beendigung der Beschäftigung. Dabei achte ich vor allem darauf, dass der Frauenanteil erhöht wird – auch in Bezug auf die Besetzung von Gremien. Ein Anliegen ist mir auch die Verhinderung der Diskriminierung von Frauen durch neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren. Nicht zuletzt habe ich auch versucht, die Geschlechterperspektive bei Entscheidungen einzubringen Die individuelle Beratung und Unterstützung von Beschäftigten, auch von Männern, gehört mit zu meinen Aufgaben.
Das Jahr 2016 war an der FüAk mit erheblichen personellen Veränderungen verbunden, die ich versucht habe in vielen Gesprächen mit betroffenen Kolleginnen und Kollegen positiv zu unterstützen. Ich wünsche allen im Jahr 2017 viel Kraft, um sich den neuen Herausforderungen stellen zu können.

… des Bezirkspersonalrates

BezirkspersonalratZoombild vorhanden

Bezirkspersonalrat

2016 wurde auch ein neuer Bezirkspersonalrat (BPR) gewählt. Seit 1. August sind im Amt: Herbert Hecht, Vorsitzender und Gruppenvertreter Beamte (Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ansbach), Johann Götzer, stellv. Vorsitzender und Gruppenvertreter Arbeitnehmer (AELF Abensberg), Marie-Luise Raffalt, stellv. Vorsitzende (AELF Kaufbeuren), Susanne Ahle, stellv. Gruppenvertreterin Beamte (AELF Wertingen), Ulrike Kahl, stellv. Gruppenvertreterin Arbeitnehmer (FüAk), Arno Eisenacher (AELF Coburg), Markus Pietzke (AELF Mindelheim), Rosemarie Thalhammer (AELF Landau) und Evi Zellhuber (AELF Töging).
Der BPR war 2016 beteiligt beim Entfristungskonzept für die Fachzentren Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung an den ÄELF. Insgesamt 16 Kolleginnen konnte in einem stufigen Verfahren eine dauerhafte Beschäftigung angeboten werden. Darüber hinaus hat der BPR im Mitbestimmungsverfahren nach Art. 75 Bayerisches Personalvertretungsgesetz im Jahre 2016 ca. 1 200 Personalfälle bearbeitet:
  • Beteiligungen bei befristeten Arbeitsverträgen im Bereich der Abteilungen Förderung und Prüfdienst der ÄELF: ca. 600
  • Personalveränderungen aus dem Tarifbereich: ca. 210
  • Beförderungen: ca. 180
  • Versetzungen: ca. 80
  • Ernennungen und Einstellungen: ca. 30
  • Sonstige Fälle aus dem Mitbestimmungskatalog: ca. 50

… der Bezirksvertrauensperson für Menschen mit Behinderung

In einer außerordentlichen Stellvertreterwahl im Januar 2016 wurde Ulrike Kahl von der FüAk zur ersten und Gerhard Tuchan vom AELF Ansbach zum zweiten Stellvertreter gewählt.
Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen in unserem Geschäftsbereich stieg 2016 von 7,79 auf 8,02 Prozent: 80 schwerbehinderte Menschen sind hinzugekommen, 17 Neueinstellungen und 63 aus den vorhandenen Beschäftigten. Das sind Zahlen die uns zum Nachdenken anregen sollten. Durch den demografischen Wandel und mit steigendem Alter nehmen gesundheitliche Probleme und Langzeiterkrankungen zu. Deshalb ist es sehr wichtig den Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten.
Ein Schwerpunkt 2016 war die Dienstunfähigkeit und vorzeitige Versetzung in den Ruhestand. Zur Information und Hilfestellung stehen die Teilhaberichtlinien "Inklusion behinderter Angehöriger des öffentlichen Dienstes in Bayern" zur Verfügung:

AGSV Externer Link