Gesundheitstag an der Führungsakademie
Positiv im Berufsleben stehen

Referent steht vor Projektion eines Segelschiffs

Dozent Marius Benner

Positive Psychologie war das Thema des Gesundheitstagsfür die Mitarbeiter Staatlichen Führungsakademie Mitte November. Marius Benner, Dozent an der FüAk und selbst fortgebildet in Positiver Psychologie, führte knapp 70 Beschäftigte der FüAk in den neuen Denkansatz ein, in dessen Mittelpunkt die Stärken der Menschen stehen.

Am Beispiel eines Segelschiffs auf hoher See erklärte er die Prinzipien der Positiven Psychologie: Während die klassische Psychologie sich mit den "Lecks", also mit den Störungen, Problemen, Defiziten beschäftigt, richtet die Positive Psychologie ihr Augenmerk auf die gefüllten Segel, die Kraft, die Stärken. Dabei werden die Lecks nicht negiert, sondern akzeptiert, sie gehören zum Schiff, dem Leben, dazu. Das Augenmerk richtet sich aber eher darauf, wie man damit umgeht und was zu tun ist, um wieder "in Fahrt" zu kommen.
Der US-amerikanische Psychologe Martin Seligman schuf die Theorie des Aufblühens durch positive Gedanken. Ein solches Aufblühen beobachtete Marius Benner auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, als sie sich bei der Vortragsveranstaltung in Kleingruppen darüber austauschten, was in der zurückliegenden Woche gut gelaufen war. Die Wirkung der positiven Gedanken und Gefühle war sichtbar und spürbar im Raum. Diesen Effekt könne man sich auch im Arbeitsleben leicht zunutze machen, so der Dozent, wenn Besprechungen mit einem Blick zurück auf das beginnen, was gut gelaufen ist. Es sei nachgewiesen, dass positive Emotionen den Blick des Menschen weiten, er nehme mehr wahr, eigene Ressourcen würden aufgebaut. Das mache sich im psychischen, sozialen und körperlichen Befinden eines Menschen bemerkbar und fördere auf allen drei Ebenen die Gesundheit.
Anhand verschiedener Methoden zeigte Benner auf, wie leicht sich diese Positive Psychologie nicht nur in den Arbeitsalltag einbauen ließe. Ein Beispiel sei ein achtsamer Spaziergang zum Beispiel in der Mittagspause oder auf dem Weg zur Arbeit, auf dem man ganz bewusst die "Schätze" seiner Umgebung wahrnehme. Gut eigne sich auch der positive Tagesrückblick: "Am Abend nimmt man sich Zeit und notiert drei positive Dinge, die man als schön empfunden hat, und überlegt kurz den eigenen Beitrag dazu", empfahl der Dozent. Diese Art Tagebuch erhöhe schon nach kurzer Zeit nachweislich das Wohlbefinden.
Seit etwa zwei Jahren beschäftigt sich die FüAk mit Positiver Psychologie. Das Thema war bereits Schwerpunkt bei den Landshuter Führungsgesprächen und verschiedenen Fortbildungen.

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