Erlebnis Bauernhof - Informationen für Betriebe

Das Programm "Erlebnis Bauernhof" ermöglicht jedem Grundschulkind der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe, Förderschulkindern aller Jahrgangsstufen sowie Kindern in Deutschklassen in Bayern die Teilnahme an einem kostenfreien Lernprogramm auf einem Bauernhof. Landwirtschaftliche Unternehmen können das Programm anbieten, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Anforderungen sind im Nachweis der Qualifikation und den Qualitätsstandards aufgeführt.

Für die Teilnahme am Programm schließt der Betriebsleiter einen Vertrag mit der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ab. Nach der Zulassung des Betriebes wird der Betrieb in das Betriebeverzeichnis im Internet aufgenommen.

Welche Voraussetzungen muss der Betrieb erfüllen, um "Erlebnis Bauernhof"-Betrieb zu sein?

  • Der Betrieb wird gemäß § 1 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) betrieben und der Betriebsleiter ist Pflichtmitglied in der landwirtschaftlichen Alterskasse oder vom Beitrag befreit. Der Betrieb ist in Bayern, erreicht oder überschreitet die Mindestgröße von aktuell acht Hektar und ist auf Erwerbszwecke ausgerichtet.
  • Es wurde im letzten Jahr ein Mehrfachantrag gestellt.
  • Das Lernprogramm bietet eine Person an, die
    • an der eintägigen Informationsveranstaltung "Fit für das Programm Erlebnis Bauernhof" teilgenommen hat oder
    • eine Qualifizierung zur Erlebnisbäuerin/zum Erlebnisbauern vorweisen kann oder
    • bereits am BBV-Projekt "Landfrauen machen Schule" teilgenommen hat oder
    • sich verpflichtet, die Qualifizierung zur Erlebnisbäuerin/zum Erlebnisbauern zu beginnen und innerhalb von zwei Jahren abzuschließen.

Wie erfolgt die Teilnahme am Programm?

Für die Teilnahme am Programm schließt der Betriebsleiter einen Vertrag mit der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) ab. Folgende Unterlagen muss der Betriebsleiter unterschrieben an die FüAk schicken:
  • Vertragsformular (zweifach)
  • Nachweis der Qualifikation
    • Bestätigung, dass es sich um einen Betrieb in Bayern gemäß § 1 ALG handelt.
    • Bestätigung, dass der Betrieb im letzten Jahr einen Mehrfachantrag gestellt hat.
    • Erklärung über das Bestehen einer Haftpflichtversicherung, die auch den "Erlebnis Bauernhof" beinhaltet.
    • Erklärung über die Meldung des "Erlebnis Bauernhofs" bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.
    • Kopie der Urkunde zur Qualifizierung zur Erlebnisbäuerin/zum Erlebnisbauern oder Teilnahmebescheinigung an der Informationsveranstaltung "Fit für das Programm Erlebnis Bauernhof" oder schriftlicher Nachweis über die Teilnahme beim BBV-Projekt "Landfrauen machen Schule" vor Start des Programms "Erlebnis Bauernhof" oder Verpflichtung zum Beginn der Qualifizierung zur Erlebnisbäuerin/zum Erlebnisbauern
  • Qualitätsstandards
Bei Personengesellschaften, juristischen Personen bzw. Personengemeinschaften sind die Unterlagen von der vertretungsberechtigten Person auszufüllen und zu unterschreiben.

Welche Qualitätsstandards müssen die Lernprogramme erfüllen?

  • Die Lernprogramme sind altersgerecht gestaltet und umfassen drei bis vier Schulstunden à 45 Minuten (ohne An- und Abreise der Schulklasse).
  • Die Inhalte des Lehrplans, vor allem die Förderung von Kompetenzen, sind integriert.
  • Die Lernprogramme werden erlebnispädagogisch (d.h. Wissensvermittlung über Vorträge, Lernzirkel und Kleingruppenarbeit mit Ergebnissicherung, Ansprache aller Sinne und hohe Selbsttätigkeit der Kinder) durchgeführt.
  • Die Themen stammen aus den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung sowie Energieerzeugung.
  • Betriebsbesichtigungen, Betriebsführungen und Hoferkundungen können Teil des Lernprogramms sein, werden aber als alleinige Einheit nicht vergütet.
Wertvolle Tipps hierzu erhalten Sie bei Ihrem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Jetzt bin ich "Erlebnis Bauernhof"-Betrieb – und nun?

  • Die FüAk nimmt den Betrieb mit den Kontaktdaten in die Internet-Liste auf. Sobald der von der FüAk unterschriebene Vertrag vorliegt, dürfen Lernprogramme durchgeführt werden.
  • Die Schulen melden sich beim Betrieb bzw. der Betrieb geht direkt auf die Schulen zu.
  • Der Betrieb muss sich versichern, dass die Schulklasse noch nicht bei "Erlebnis Bauernhof" teilgenommen hat oder zeitgleich am Projekt "Landfrauen machen Schule" teilnimmt, sonst erfolgt keine Vergütung!
  • Nach jedem durchgeführten Lernprogramm muss die Schule eine Besuchsbestätigung (siehe Vorlage) ausfüllen.
  • Der Betrieb reicht die Rechnung (siehe Vorlage) samt ausgefüllter Besuchsbestätigung innerhalb von drei Monaten nach Durchführung des Lernprogramms bei der FüAk ein. Jedes abgehaltene Lernprogramm für eine Schulklasse im Umfang von 3 bis 4 Schulstunden à 45 Minuten (ohne An- und Abreise der Schulklasse) und Vor- und Nacharbeit einschließlich der dafür notwendigen Sach- und Personalkosten wird mit einer Pauschale in Höhe von 170 € inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer vergütet. Weitere Leistungen wie z. B. Verpflegung der Schüler, Mitgeben von Produktproben etc. sind nicht Inhalt der pauschalen Vergütung.
Erlebnis-Bauernhof-Betriebe finden: Betriebeverzeichnis

Ansprechpartner

Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Kompetenzzentrum Förderprogramme
Heinrich-Rockstroh-Str. 10
95615 Marktredwitz
Tel.: 09231 79083-00
Fax: 09231 79083-11
Internet: erlebnis-bauernhof@fueak.bayern.de Externer Link

Logo Erlebnis Bauernhof
Alle generellen Informationen zum Lernprogramm "Erlebnis Bauernhof"
gibt es auf der Seite des Landwirtschaftsministeriums. Hier sind auch die Richtlinie, Faltblatt, Plakate und aktuelle Hinweise für Schulen und Betriebe zu finden.
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